Israel bekräftigt Unterstützung für Mittelmeer-Stromkabel

Israel hält am Projekt für ein unterseeisches Energiekabel in die EU fest. Zuvor hatte Zypern eine Neuverhandlung gefordert und Griechenland vorgeworfen, seinen Verpflichtungen aus der Vereinbarung nicht nachgekommen zu sein

EURACTIV.com
[Photo by Kostas Pikoulas/NurPhoto via Getty Images]

Israel hält am Projekt für ein unterseeisches Energiekabel in die EU fest. Zuvor hatte Zypern eine Neuverhandlung gefordert und Griechenland vorgeworfen, seinen Verpflichtungen aus der Vereinbarung nicht nachgekommen zu sein

Das Vorhaben im Umfang von 1,9 Milliarden Euro soll die Stromnetze Israels, Griechenlands und Zyperns über eines der weltweit tiefsten und längsten Unterseekabel verbinden.

Zuvor hatte Zypern in dieser Woche für Aufsehen gesorgt, indem es erklärte, das Projekt sei zu den derzeitigen Bedingungen finanziell nicht tragfähig. Außerdem teilte der zyprische Präsident Nikos Christodoulides mit, dass die Europäische Staatsanwaltschaft eine Untersuchung des Projekts eingeleitet habe.

Die Haltung Nikosias löste eine scharfe Reaktion in Athen aus, wo man darauf bestand, Zypern müsse seine Position klarstellen. Die Europäische Kommission – die 657 Millionen Euro für das Vorhaben zugesagt hat – rief beide Seiten auf, dafür zu sorgen, dass das Projekt vorankommt.

Für Israel wäre das Kabel die erste physische Anbindung an das europäische Stromnetz – und würde sowohl Importe als auch Exporte von Elektrizität ermöglichen.

Auf die zyprischen Äußerungen angesprochen, teilte das israelische Energie- und Infrastrukturministerium Euractiv am Freitag per E-Mail mit, „Israel bleibt dem Projekt verpflichtet und arbeitet weiterhin eng mit allen relevanten Akteuren zusammen“.

„In diesem Stadium läuft unter den beteiligten Parteien ein Bewertungsprozess, um die nächsten Schritte des Projekts zu prüfen und seinen wirksamen Fortgang sicherzustellen“, fügte das Ministerium hinzu.

(vc, jp, jl)