Italien stellt Militär auf Einsatzbereitschaft um

Das italienische Verteidigungsministerium hat neue Regeln für den Einsatz von Soldat:innen aufgestellt, wie die italienische Presse am Dienstag berichtete.

EURACTIV.it
Italian Foreign Minister Luigi Di Maio visits Kuwait
"100%ig aufgetankte und einsatzbereite Einheiten, 'kriegskampforientierte' Ausbildung, 'maximale Effizienz aller Kettenfahrzeuge, Hubschrauber und Waffensysteme der Artillerie'", heißt es in dem Dokument des Generalstabs. [EPA-EFE/ANGELO CARCONI]

Das italienische Verteidigungsministerium hat neue Regeln für den Einsatz von Soldat:innen aufgestellt, wie die italienische Presse am Dienstag berichtete.

Während in der Ukraine der Krieg weiter tobt, wurden neue Regeln für den Einsatz von Soldat:innen vereinbart, wie der Corriere della Sera am Dienstag (15. März) berichtete. Der Generalstab der Streitkräfte bestätigte, dass „die Prioritäten der Armeeeinheiten angepasst werden, um auf die Erfordernisse zu reagieren, die sich aus den Veränderungen ergeben, die der internationale Kontext mit sich bringt“.

„Hundertprozentig aufgetankte und einsatzbereite Einheiten, ‚kriegskampforientierte‘ Ausbildung, ‚maximale Effizienz aller Kettenfahrzeuge, Hubschrauber und Waffensysteme der Artillerie'“, heißt es in dem Dokument des Generalstabs.

In Bezug auf die Soldaten empfiehlt das Dokument „besondere Aufmerksamkeit“ bei der Beurteilung von Anträgen auf „vorzeitigen Urlaub“, denn es muss alles getan werden, um sicherzustellen, dass wertvolle Einsatzfähigkeiten verfügbar bleiben“.

„Alle Ausbildungsaktivitäten, auch die der untersten Befehlsebenen, sollten auf die Kriegsführung ausgerichtet sein“, heißt es in der Mitteilung weiter.

„Eine größere Homogenität der Kräfte, die zur Durchführung von Operationen beitragen, muss sichergestellt werden, indem die Zersplitterung von Einheiten so weit wie möglich vermieden wird. Dieser Grundsatz muss die Einsatzplanung der Kommandos der Streitkräfteeinheiten prägen“, betonte das italienische Verteidigungsministerium ebenfalls in einem Vermerk.

Das Dokument kursierte zunächst in Instant-Messaging-Chatrooms, wo es hieß, der Inhalt sei „nur für internen Gebrauch“ gedacht. Es wurde jedoch zur Presse durchsickern gelassen und verbreitete sich kurz darauf.