Italien und Japan vereinbaren strategische Partnerschaft
Italien und Japan haben sich darauf geeinigt, eine strategische Partnerschaft aufzubauen und in verschiedenen Bereichen, von Verteidigung bis Kultur, zusammenzuarbeiten.
Italien und Japan haben sich darauf geeinigt, eine strategische Partnerschaft aufzubauen und in verschiedenen Bereichen, von Verteidigung bis Kultur, zusammenzuarbeiten.
Dies teilten die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni und ihr japanischer Amtskollege Fumio Kishida am Dienstag (10. Januar) nach Gesprächen in Rom mit.
Rom ist die zweite Station auf der Reise des japanischen Regierungschefs in den Westen, die der Vorbereitung des nächsten G7-Gipfels in Hiroshima dient. Japan hat seit dem 1. Januar den Vorsitz der G7 inne, 2024 wird Italien den Staffelstab übernehmen.
„Wir hatten ein langes Gespräch, basierend auf den ausgezeichneten bilateralen Beziehungen zwischen Italien und Japan, die einen jährlichen Handelsaustausch von 12 Milliarden Euro aufweisen“, so Meloni gegenüber der Presse.
Meloni und Kishida bekräftigten auch ihre volle Unterstützung für die Ukraine und betonten die Bedeutung des Schutzes der auf Regeln basierenden internationalen Ordnung, der Stärkung der wirtschaftlichen Sicherheit, der Lieferketten und der Bekämpfung des Klimawandels.
Aus den Erklärungen der beiden Politiker:innen geht hervor, dass unter anderem der Verteidigungssektor bei der neuen Partnerschaft im Mittelpunkt steht. Kishida erklärte, er habe mit Meloni die neue Sicherheitsstrategie Japans erörtert und erwarte eine enge Zusammenarbeit in Bezug auf die Ukraine und die Sicherheit im indopazifischen Raum.
„Die nordkoreanischen Raketen und das Atomprogramm geben weiterhin Anlass zu großer Besorgnis“, erklärte Meloni und betonte, dass „das Gleichgewicht, die Stabilität und der Wohlstand im indo-pazifischen Raum“ von entscheidender Bedeutung seien, da es sich um ein Gebiet handele, das „zunehmend strategisch“ sei und „in dem es große Knoten zu lösen“ gelte.
Die beiden erörterten auch das „Global Compact Air Programme“, das unter dem Namen „Tempest“ bekannt ist und von Italien, Japan und dem Vereinigten Königreich ins Leben gerufen wurde.
Das Programm ziele darauf ab, ein Fahrzeug der sechsten Generation zu entwickeln, das „wichtige Nebeneffekte im zivilen und wissenschaftlichen Forschungsbereich“ haben werde, so Meloni.
„Unser langes Gespräch zeigt einmal mehr, dass Japan trotz der geografischen Entfernung, die uns scheinbar trennt, nicht nur ein befreundetes Land, sondern ein Partner von zentraler und strategischer Bedeutung für Italiens Interessen ist“, fügte Meloni hinzu.
Kishida betonte seinerseits, dass Italien und Japan „fundamentale Werte teilen“ und dass er die Beziehungen zwischen den beiden Ländern weiter ausbauen wolle.
Ein Abkommen über eine Film-Koproduktion ist ebenfalls in Vorbereitung: „Wir haben beide eine sehr wichtige Industrie und wollen zusammenarbeiten“, erklärte Meloni.