Kärnten-Wahl: SPÖ verteidigt ersten Platz

Die rechtsextreme FPÖ hat bei der Landtagswahl im südlichsten Bundesland Kärnten am Sonntag mit großem Abstand gegen die sozialdemokratische SPÖ verloren und es damit nicht geschafft, das Bundesland zurückzuerobern, in dem sie in den 2000er Jahren dominiert hatte.

Euractiv.de
Vienna,,Austria,-,02-13-2022,-,Headquarters,Of,The,Social,Democratic
Die Wahlergebnisse vom Sonntag zeigten einen ähnlichen Trend: Die SPÖ konnte sich mit 39 Prozent auf dem ersten Platz halten, die FPÖ kam mit 24,1 Prozent auf den zweiten Platz und die konservative ÖVP auf 17,1 Prozent. [Shutterstock/Spitzi-Foto]

Die rechtsextreme FPÖ hat bei der Landtagswahl im südlichsten Bundesland Kärnten am Sonntag mit großem Abstand gegen die sozialdemokratische SPÖ verloren. Damit ist die Rückeroberung der einstigen Hochburg gescheitert.

Unter der Führung von Jörg Haider hatten die Rechtsextremen in den 2000er Jahren mit über 40 Prozent der Stimmen das Bundesland Kärnten angeführt. Nach Haiders Tod gewannen die Sozialdemokraten eine Wahl nach der anderen in dem Bundesland und erreichten 2018 einen Spitzenwert von 48 Prozent.

Am Sonntag wurde in Kärnten erneut gewählt. Die SPÖ konnte sich mit 39 Prozent auf dem ersten Platz halten, die FPÖ kam mit 25,6 Prozent auf den zweiten Platz und die konservative ÖVP mit 17,1 Prozent. Das Team Kärnten, eine Partei, die nur auf regionaler Ebene aktiv ist, kam mit 10 Prozent auf den vierten Platz.

Die Grünen und die sozialliberalen NEOS, Parteien, die auf Landesebene aktiv sind, erreichten in dem Bundesland, das vergleichsweise ländlicher ist als andere Teile Österreichs, nicht die Wahlhürde von 5 Prozent.

Das Wahlergebnis bedeutet auch, dass die „große Koalition“ aus Sozialdemokraten und Konservativen, die besonders bei den Konservativen beliebt ist, weiter regieren könnte.

Für die FPÖ hingegen könnten die geringen Zugewinne darauf hindeuten, dass die Zeit ihrer rasanten Zuwächse zu Ende gehen könnte, auch wenn ihr Ergebnis in Kärnten das beste seit Haiders Abgang ist.