KI-Ambitionen: Paris wird Gastgeber des nächsten KI-Sicherheitsgipfels

Frankreich wird den nächsten KI-Sicherheitsgipfel in Paris veranstalten. Dies wurde im Rahmen des allerersten Gipfels beschlossen, der am Mittwoch und Donnerstag (1. und 2. November) in London hauptsächlich hinter verschlossenen Türen stattfindet.

EURACTIV.fr
AI Safety Summit 2023
Ziel des KI-Sicherheitsgipfels ist es, Maßnahmen und Initiativen in die Wege zu leiten, um die technologischen Risiken im Zusammenhang mit künstlicher Intelligenz (KI), insbesondere mit der sogenannten hochmodernen KI, anzugehen. Zudem soll die internationale Zusammenarbeit im Bereich der Sicherheit dieser Systeme ausgebaut werden. [ EPA-EFE/CHRIS J. RATCLIFFE / POOL]

Frankreich wird den nächsten KI-Sicherheitsgipfel in Paris veranstalten. Dies wurde im Rahmen des allerersten Gipfels beschlossen, der am Mittwoch und Donnerstag (1. und 2. November) in London hauptsächlich hinter verschlossenen Türen stattfindet.

Ziel des KI-Sicherheitsgipfels ist es, Maßnahmen und Initiativen in die Wege zu leiten, um die technologischen Risiken im Zusammenhang mit künstlicher Intelligenz (KI), insbesondere mit der sogenannten hochmodernen KI, anzugehen. Zudem soll die internationale Zusammenarbeit im Bereich der Sicherheit dieser Systeme ausgebaut werden.

„Die erste Veranstaltung des Sicherheitsgipfels für künstliche Intelligenz in Großbritannien bietet die Gelegenheit, die internationale Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Sicherheit zu entwickeln. […] Es war daher naheliegend, dass Frankreich die zweite Veranstaltung dieses Gipfels organisiert“, sagte der französische Minister für die digitale Wirtschaft Jean-Noël Barrot in einer Pressemitteilung.

„Künstliche Intelligenz ist ein enormer Hebel für Innovation und Fortschritt, und wir wollen, dass Europa die Vorteile dieser Technologie voll ausschöpft. Bestimmte Entwicklungen und Anwendungen von KI bergen jedoch Sicherheitsrisiken, denen man am besten durch internationale Zusammenarbeit begegnet“, so der französische Finanzminister Bruno Le Maire in derselben Pressemitteilung.

Führende Technologieexperten und Politiker wie die US-Vizepräsidentin Kamala Harris, die britische Technologieministerin Michelle Donelan, der OpenAI-Mitbegründer Sam Altman und der Tech-Milliardär Elon Musk haben bisher an dem Gipfel teilgenommen.

Die Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, UN-Generalsekretär Antonio Guterres und die italienische Premierministerin Giorgia Meloni werden am Donnerstag (2. November) erwartet.

„Frankreich ist in Europa führend bei der Entwicklung von KI-Modellen“, sagte Barrot. Le Maire verwies auf die internationalen Initiativen, unter anderem zur KI-Ethik, die vom französischen Präsidenten Emmanuel Macron ins Leben gerufen wurden.  Auf der Vivatech-Veranstaltung im Juni dieses Jahres hatte er zudem einen 500-Millionen-Euro-Investitionsplan zur Unterstützung globaler KI-Akteure angekündigt.

Frankreich hat auch am Montag in Rom seine führende Rolle unter Beweis gestellt, als Le Maire und seine italienischen und deutschen Amtskollegen gemeinsam einen „innovationsfreundlichen“ Ansatz für die EU-KI-Regulierung forderten.

So wurde beschlossen, dass dieser innovationsfreundliche Ansatz „unnötige administrative Belastungen für Unternehmen reduzieren [sollte], die die Innovationsfähigkeit Europas behindern könnten.“ KI solle „im Mittelpunkt“ der EU-Industriepolitik stehen.

Obwohl noch kein Datum für einen zweiten KI-Gipfel bekannt gegeben wurde, steht die Organisation des Gipfels voll und ganz im Einklang mit der französischen und der europäischen Strategie für die Gestaltung der künstlichen Intelligenz, so das Büro von Le Maire in der Presseerklärung.

[Bearbeitet von Kjeld Neubert]