Klimawandel beherrschendes Thema in Davos [DE]

Führende Politiker und Unternehmer weltweit bereiten sich darauf vor, ihr umweltfreundlichstes Lächeln beim Weltwirtschaftsforum in Davos vom 24. bis zum 28. Januar 2007 zur Schau zu stellen. Siebzehn Sitzungen werden sich mit dem Thema Klimawandel befassen.

Führende Politiker und Unternehmer weltweit bereiten sich darauf vor, ihr umweltfreundlichstes Lächeln beim Weltwirtschaftsforum in Davos vom 24. bis zum 28. Januar 2007 zur Schau zu stellen. Siebzehn Sitzungen werden sich mit dem Thema Klimawandel befassen.

Das Programm des diesjährigen Gipfels zeige, welche Bedeutung das Thema inzwischen für Unternehmensführer habe, so die Ausrichter des Forums in einer Erklärung. Unter anderem wird es Sitzungen zu den Themen „Make Green Pay“ und „Economics of Climate Change“ geben.

Höhepunkt wird am 25. Januar 2007 eine Plenumsdiskussion zu dem Thema „Climate Change: A Call to Action“ sein, bei der hochrangige Politiker, Unternehmensführer, Wissenschaftler und Vertreter von NGOs darüber diskutieren werden, in welcher Form Partnerschaften auf hoher Ebene eingegangen werden können.

Die Nachfrage nach Themen wie Klimawandel oder Umweltsicherheit seitens der Teilnehmer sei enorm, so Dominic Waughray, Leiter der Umweltinitiative des Weltwirtschaftsforums.

Eine Umfrage unter Unternehmern zeigt, dass das Bewusstsein für den Klimawandel steigt und dass 20% der Meinung sind, dass der Schutz der Umwelt eine Priorität sei. Diese Zahl hatte im vergangenen Jahr nur 9% betragen.

Peter Torreele, Managing Director des Weltwirtschaftsforums, betonte, es sei interessant zu sehen, wie der Klimawandel immer wichtiger werde und bereits doppelt so viele Unternehmer diese Frage als wichtigstes globales Thema einschätzten.

Teilnehmer, die Bedenken bezüglich der von ihnen verursachten Verschmutzung bei der Anreise nach Davos haben, haben die Möglichkeit, ihre Emissionen anhand des forumseigenen Kohlenstoff-Programms, Davos Climate Alliance, zu kompensieren.

Weitere Initiativen umfassen das Global Greenhouse Gas Register, das darauf abzielt, Standards und Transparenz für CO2-Fußabdrücke  von Unternehmen zu schaffen, und der Voluntary Carbon Standard, der auf projektbasierte Emissionsreduzierungen in Märkten wie China und Indien abzielt, in denen es keine Regelungen für CO2-Emissionen gibt.

Unternehmen zeigen wachsendes Interesse an dem Klimawandel und das Thema steht mittlerweile auf der globalen Tagesordnung ganz oben. Am 22. Januar haben zehn große US-Unternehmen eine Initiative ins Leben gerufen, die darauf abzielt, die Bush-Regierung davon zu überzeugen, verfplichtende Obergrenzen für Treibhausgase einzuführen, um den Ausstoß in den nächsten 15 Jahren um 30% zu reduzieren (EURACTIV 23. Januar 2007).

Die Diskussionen des Davos-Gipfels können über den Blog „Davos conversation“ verfolgt werden, der Videoübertragungen und mehr bietet.