Klimawandel in Washington auf der Tagesordnung [DE]
In Washington kommen derzeit Gesetzgeber aus über 20 Ländern zusammen, um über den Klimawandel und Energiesicherheit zu diskutieren. Der amerikanische Kongress bereitet derweil mehrere Gesetzesvorschläge zur Reduzierung der US-amerikanischen Treibhausgasemissionen vor.
In Washington kommen derzeit Gesetzgeber aus über 20 Ländern zusammen, um über den Klimawandel und Energiesicherheit zu diskutieren. Der amerikanische Kongress bereitet derweil mehrere Gesetzesvorschläge zur Reduzierung der US-amerikanischen Treibhausgasemissionen vor.
Auf dem Forum zum Thema Klimawandel und Energiesicherheit werden die europäischen Entscheidungsträger Gelegenheit haben, das neuerliche Interesse der amerikanischen Gesetzgeber für den Klimawandel zu erleben.
In den letzten zwei Monaten wurden im amerikanischen Kongress und im Senat mehrere neue Gesetzesvorschläge zur Bekämpfung des Klimawandels vorgelegt. Einige Medien gehen davon aus, dass das Interesse für den Klimawandel das Ergebnis der von Al Gore durchgeführten „Inconvenient Truth“-Kampagne ist. Kein Kandidat für die im nächsten Jahr anstehenden amerikanischen Präsidentschaftswahlen könnte es sich erlauben, auf radikale Vorschläge zur Bekämpfung der globalen Erwärmung zu verzichten. Neben dem Irakkrieg wird der Klimawandel voraussichtlich das wichtigste Wahlkampfthema werden.
Der radikalste Vorschlag kommt bislang von dem Parteilosen Bernie Sanders und der Demokratin Barbara Boxer. Der von ihnen vorgelegt Global Warming Pollution Act fordert eine Reduzierung des Treibhausgasausstoßes um 80% bis 2050 im Vergleich zu 1990, wozu vor allem der Einsatz erneuerbarer Energien beitragen soll.
Wohl am bekanntesten ist in Europa der Vorschlag der Senatoren McCain (Republikaner) und Lieberman (unabhängig). Auch der demokratische Präsidentschaftskandidat Barack Obama unterstützt diesen Vorschlag. Der von ihnen vorgeschlagene Climate Stewardship and Innovation Act 2007 fordert eine Reduzierung des Treibhausgasausstoßes um ein Drittel bis 2050 (im Vergleich zu dem Jahr 2000) und ein auf Wettbewerb basierendes Obergrenzen- und Handelssystem.
Es sind aber nicht nur die demokratischen Politiker in den USA, die das Thema Klimawandel für sich entdeckt haben. Auch die großen Unternehmen haben nachdrücklich gewarnt, dass die USA mehr für die Bekämpfung der globalen Erwärmung tun müssten. Am 22. Januar 2007 haben zehn große amerikanische Unternehmen zusammen mit vier Umweltorganisationen die amerikanische Climate Change Action Partnership (USCAP) gegründet. Die USCAP hat die amerikanische Regierung dazu aufgefordert, umfassende Gesetzesvorschläge zur Reduzierung des Treibhausgasausstoßes vorzulegen (siehe EURACTIV vom 23. Januar 2007).