Kommission fördert saubere und effiziente Schifffahrt [DE]
Die Europäische Kommission hat diese Woche eine Reihe von Maßnahmen angekündigt, die darauf abzielen, den Seeverkehrssektor umweltfreundlicher zu gestalten und so dessen globale Wettbewerbsfähigkeit zu steigern.
Die Europäische Kommission hat diese Woche eine Reihe von Maßnahmen angekündigt, die darauf abzielen, den Seeverkehrssektor umweltfreundlicher zu gestalten und so dessen globale Wettbewerbsfähigkeit zu steigern.
Das Paket für die Zukunft des Gütertransports auf Schifffahrtswegen, das am 21. Januar 2009 von der EU-Kommission vorgestellt wurde, enthält eine Politikstrategie für zehn Jahre (2009-2018), mit der die Schifffahrt sicher, umweltfreundlich und effizient gestaltet werden soll. Zudem enthält das Paket Pläne zur Beseitigung von Hindernissen für den europäischen maritimen Gütertransportsektor.
Die Zeiten änderten sich. Das Ziel sei die Anwendung bereits bestehender Regeln für den Straßengüterverkehr auf den Gütertransport auf See. Dadurch sollten die Aktivitäten in diesem Sektor gesteigert und gleichzeitig die Effizienz und der Wettbewerb verbessert werden, um so die Umwelt besser zu schützen, erklärte Verkehrskommissar Antonio Tajani bei der Vorstellung des Vorschlags.
Der Aktionsplan enthält eine Reihe von Regelungen zum Abbau administrativer Auflagen der EU und nationaler Regelungen für die Schifffahrtsgesellschaften. Den Vorschlägen zufolge sollen die Zollverfahren vereinfacht und Inspektionen besser aufeinander abgestimmt werden, damit Verzögerungen aufgrund von Untersuchungen von Pflanzen und Tieren vermieden werden können.
Brüssel geht davon aus, dass ein grenzenloser Seeverkehrsraum dazu beitragen könnte, dass der Gütertransport auf der Straße zurückgehen werde und die Gesamtkosten für die Güterbeförderung stark gesenkt werden könnten.
Es wird erwartet, dass die vorgeschlagenen Maßnahmen den Seeverkehr zu einer reizvolleren Alternative machen und die Wettbewerbsfähigkeit und die Beschäftigung in der Branche ankurbeln werden. Die Maßnahmen sollen so zu einer ausgewogeneren Nutzung aller Transportwege und zur umweltorientierten Gestaltung des Sektors beitragen.
EU-Kommissar für Fischerei und maritime Angelegenheiten Joe Borg beschrieb die Strategie als den „Eckpfeiler“ der integrierten Meerespolitik der EU, die darauf abziele, die Wettbewerbsfähigkeit, das nachhaltige Wachstum und die Beschäftigung in der maritimen Industrie in Europa anzukurbeln.
Über 80% der weltweit gehandelten Güter würden über das Meer transportiert, so dass dieser Transportweg als „Rückgrat des internationalen Handels“ bezeichnet werden könne, so die Kommission, die betonte, dass die Schifffahrt und die mit ihr verbundenen Dienstleistungen von grundlegender Bedeutung seien, um den europäischen Unternehmen dabei zu helfen, international wettbewerbsfähig zu bleiben.