Kroatischer Präsident brüskiert Ukraine-Gipfeltreffen in Zagreb

Kroatiens Präsident Zoran Milanović nahm nicht an einem internationalen Gipfel zur Ukraine in Zagreb am Montag (24. Oktober) teil und lehnte ein Treffen mit der Sprecherin des US-Kongresses, Nancy Pelosi, mit der Begründung ab, seine Agenda sei ausgebucht.

Euractiv.com
Turkish president visits Croatia
Milanović begründete seine Absage damit, dass es sich um eine "parlamentarische und nicht um eine präsidiale Initiative" handele. [EPA-EFE/ANTONIO BAT]

Kroatiens Präsident Zoran Milanović nahm nicht an einem internationalen Gipfel zur Ukraine in Zagreb teil und lehnte ein Treffen mit der Sprecherin des US-Kongresses, Nancy Pelosi, ab.

Milanović begründete seine Absage damit, dass es sich um eine „parlamentarische und nicht um eine präsidiale Initiative“ handele.

Stattdessen besuchte der für seine unverblümten Äußerungen bekannte ehemalige Sozialdemokrat am Montag (24. Oktober) eine Küstenstadt an der Adria und sagte, dass „Pelosi in zwei Wochen nicht mehr das sein wird, was sie jetzt ist, weil die Republikaner einen überzeugenden Sieg erringen werden“.

Die Wahlen zum US-Kongress sind für den 8. November angesetzt.

Der Gipfel in Zagreb, die sogenannte Krim-Plattform, brachte Regierungsvertreter:innen aus rund 40 Ländern sowie Vertreter:innen internationaler Organisationen zusammen. Die Krim-Plattform ist ein neues internationales Konsultations- und Koordinationsformat, das von der Ukraine initiiert wurde.

Es wird erwartet, dass der Gipfel eine Unterstützungserklärung für die Ukraine hervorbringen wird, jedoch wenig in Bezug auf konkrete Ergebnisse.

„Ich sehe eine Menge Zynismus und Unehrlichkeit gegenüber dem ukrainischen Volk und dem Krieg, und ich möchte nicht dazu beitragen“, sagte Milanović.

„Am Ende werden sich die Amerikaner und die Russen an den Tisch setzen müssen, weil sie einen Stellvertreterkrieg um die Ukraine führen und das ukrainische Volk einen schrecklichen Preis dafür zahlt. Ich weiß nicht, warum sich niemand traut, das offen zu sagen, aber das ist die Wahrheit.“