Litauen fordert Ausschluss von Russland und Belarus aus UNESCO
Das litauische Parlament hat am Dienstag einstimmig eine Resolution verabschiedet, in der die Aussetzung der Mitgliedschaft Russlands und Belarus' in der UNESCO gefordert wird.
Das litauische Parlament hat am Dienstag einstimmig eine Resolution verabschiedet, die die Aussetzung der Mitgliedschaft Russlands und Belarus‘ in der UNESCO fordert.
„Dies ist vor allem eine Botschaft an diejenigen, die heute an der Spitze der Organisation stehen: Sie sollten sich überlegen und entscheiden, ob sie angesichts der unfassbaren, zynischen Kriegsführung auf der Seite der Wahrheit, des Friedens, der Kunst, der Kultur und der Bildung stehen wollen“, sagte Vytautas Juozapaitis, Vorsitzender des parlamentarischen Kulturausschusses.
Die Suspendierung würde die Teilnahme beider Staaten an UNESCO-Ausschüssen, zwischenstaatlichen Räten und Programmen in den Bereichen Kultur, Bildung, Wissenschaft und Informationspolitik betreffen.
„Der Krieg der Russischen Föderation gegen die unabhängige Ukraine ist ein schwerer Verstoß gegen das Völkerrecht und die Grundsätze der Charta der Vereinten Nationen“, heißt es in der Resolution. „Dies bedroht die Sicherheit und Stabilität Europas und der Welt, widerspricht dem Auftrag und den Werten der Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO) sowie den Bemühungen der internationalen Gemeinschaft um die Erhaltung des Friedens.“
Die militärischen Aktionen beider Länder machten eine Mitgliedschaft in der UNO und der UNESCO unmöglich, heißt es in der Pressemitteilung des Parlaments.
Darüber hinaus wird in dem Papier betont, wie wichtig es sei, gegen russische Desinformation zu kämpfen und unabhängige Medien zu unterstützen.