Macron befürwortet weitere EU-Sanktionen gegen Russland

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat sich nach einem Telefonat mit seinem ukrainischen Amtskollegen Wolodymyr Selenskyj am Sonntag bereit erklärt, an neuen EU-Sanktionen zu arbeiten, teilte der Elysée mit.

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Italian Prime Minister, German Chancellor and French President visit Ukraine
In seinem Telefonat mit Selenskyj bekräftigte Macron "Frankreichs Entschlossenheit, der Ukraine zu helfen, ihre volle Souveränität und territoriale Integrität wiederzuerlangen", heißt es in der Pressemitteilung des Elysée. [EPA-EFE/LUDOVIC MARIN]

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat sich nach einem Telefonat mit seinem ukrainischen Amtskollegen Wolodymyr Selenskyj am Sonntag bereit erklärt, an neuen EU-Sanktionen zu arbeiten.

Die EU-Botschafter:innen erörtern in dieser Woche ein achtes Sanktionspaket, das wohl noch vor einem informellen EU-Gipfel in Prag am kommenden Freitag fertiggestellt werden dürfte.

Das von EURACTIV eingesehene vorläufige Sanktionspaket, das sich derzeit im Entwurfsstadium befindet, enthält eine umfassende Liste von Gütern, die von Halbleitern bis hin zu Toilettenpapier reicht.

In seinem Telefonat mit Selenskyj bekräftigte Macron „Frankreichs Entschlossenheit, der Ukraine zu helfen, ihre volle Souveränität und territoriale Integrität wiederzuerlangen“, heißt es in der Pressemitteilung des Elysée.

Macron verurteilte auch „die illegale Annexion von vier ukrainischen Regionen durch Russland“.

Schließlich sprachen die beiden Präsidenten auch über die Lage in Saporischschja, die nach Angaben der französischen Regierung „weiterhin Anlass zu großer Sorge gibt“.

Die Stadt liegt in einer der vier Regionen, die Wladimir Putin am vergangenen Freitag illegal annektiert hat, und das Kernkraftwerk Saporischschja ist von russischen Truppen besetzt. Sie verwiesen auch auf die Entführung des Direktors des Kraftwerks, über die die Betreibergesellschaft Energoatom am Freitag berichtete.

„Die beiden Präsidenten betonten die Dringlichkeit, in kürzester Zeit die Rotation des ukrainischen Personals zu ermöglichen, das den Betrieb und die Sicherheit der Anlagen gewährleistet“, heißt es in der Erklärung weiter.

Der französische Präsident erinnerte an sein Bekenntnis zur „ukrainischen Souveränität über die Anlage“ und daran, „sich für den Abzug der russischen Streitkräfte von der Anlage einzusetzen.“

Macron wird am Montag nach Berlin reisen, um Bundeskanzler Olaf Scholz zu einem Arbeitsessen zu treffen. Die beiden Politiker:innen werden über den Krieg in der Ukraine und die Folgen der Sanktionen in Europa sprechen.