Manchester-Attentäter war vor Anschlag in Deutschland

Die Spuren des Selbstmordattentäters von Manchester führen offenbar auch nach Deutschland.

epa05982615 A Royal Logistic Corps (RLC) bomb disposal robot is unloaded outside the Manchester Arena following reports of an explosion, in Manchester, Britain, 23 May 2017. According to a statement released by the Greater Manchester Police on 23 May 2017, police responded to reports of an explosion at Manchester Arena on 22 May 2017 evening. At least 19 people have been confirmed dead and others 50 were injured, authorities said. The happening is currently treated as a terrorist incident until police know otherwise. According to reports quoting witnesses, a mass evacuation was prompted after explosions were heard at the end of US singer Ariana Grande’s concert in the arena.  EPA/NIGEL RODDIS
Die britische Polizei geht davon aus, dass Salman Abedi bei der Planung seines Anschlags auf Besucher eines Popkonzerts von einem islamistischen Netzwerk unterstützt wurde. [EPA/NIGEL RODDIS]

Die Spuren des Selbstmordattentäters von Manchester führen offenbar auch nach Deutschland. Salman Abedi sei vier Tage vor dem Anschlag von Düsseldorf aus in seine Heimatstadt Manchester geflogen, berichtete das Magazin „Focus“ am Donnerstag unter Berufung auf Berliner Sicherheitskreise.

Deutsche Ermittler untersuchen demnach auch einen weiteren Aufenthalt in Deutschland: 2015 sei Abedi von Frankfurt am Main nach Großbritannien geflogen. Zuvor habe er offenbar eine paramilitärische Ausbildung in Syrien durchlaufen; dies habe Scotland Yard dem Bundeskriminalamt (BKA) mitgeteilt, berichtete der „Focus“.

In internationalen Fahndungssystemen war Abedi laut „Focus“-Informationen namentlich nicht erfasst. Er sei auch auf keiner Beobachtungsliste verzeichnet gewesen, auf der Reisebewegungen verdächtiger Islamisten erfasst werden.

„Die Szene ist international eng verflochten“, zitierte der „Focus“ einen ranghohen BKA-Experten. „Wir müssen klären, ob Abedi in Syrien Leute kennengelernt hat, die er jetzt in NRW oder Hessen getroffen hat.“

Die britische Polizei geht davon aus, dass Salman Abedi bei der Planung seines Anschlags auf Besucher eines Popkonzerts von einem islamistischen Netzwerk unterstützt wurde. In Manchester und Libyen wurden in diesem Zusammenhang mehrere Verdächtige festgenommen.