Merkel: "Deutschland braucht Europa"

Bundekanzlerin Angela Merkel hebt in ihrer Neujahrsansprache die Verantwortung Deutschlands für das vereinte Europa hervor. In diesem Monaten stehe Europa inmitten einer großen Bewährungsprobe.

In ihrer Neujahrsansprache räumte Bundeskanzlerin Angela Merkel der Situation Europas einen prominenten Platz ein. Foto: dpa
In ihrer Neujahrsansprache räumte Bundeskanzlerin Angela Merkel der Situation Europas einen prominenten Platz ein. Foto: dpa

Bundekanzlerin Angela Merkel hebt in ihrer Neujahrsansprache die Verantwortung Deutschlands für das vereinte Europa hervor. In diesem Monaten stehe Europa inmitten einer großen Bewährungsprobe.

Trotz aller berechtigten Sorgen sei 2010 ein gutes Jahr für Deutschland geworden, so Angela Merkel. "Die Zahl der Arbeitslosen ist die niedrigste seit fast 20 Jahren." Wie kaum ein anderes Land habe Deutschland die Krise gemeistert.

Einen prominenten Platz räumte Merkel der Situation Europas ein. So hob sie die Verantwortung Deutschlands für das vereinte Europa hervor. Europa stehe in diesen Monaten "inmitten einer großen Bewährungsprobe".

Euro "mehr als eine Währung"

Dabei gehe es "nicht allein um unser Geld". Der Euro sei "weit mehr als eine Währung", sagte sie und bezeichnete ihn als "Grundlage unseres Wohlstands". Das vereinte Europa sei Garant für Frieden und Freiheit.

Daher brauche Deutschland Europa und den Euro: "Für unser eigenes Wohlergehen wie auch, um weltweit große Aufgaben zu bewältigen."

Wichtige Etappenziele

Im kommenden Jahr setze die Bundesregierung alles daran, wichtige Etappenziele zu erreichen. Man wolle die Finanzen "weiter in Ordnung bringen", die Steuern vereinfachen und noch mehr Menschen Arbeit verschaffen.

Auch das Thema der Integration von Migranten sprach die Kanzlerin an: "Wir wollen den Zusammenhalt in unserem Land stärken, gerade zwischen denen, deren Familien immer schon hier gelebt haben, und denen, die sich als Zuwanderer integrieren."

Die Neujahrsansprache wird am Silvesterabend um 20.10 Uhr im Ersten übertragen. Gegen 18 Uhr wird das Video auf tagesschau.de abrufbar sein.

dto