Merkel zu Besuch im Kreml

Angela Merkel ist heute zu Besuch in Russland. Auf der Agends stehen die wichtigsten Krisenherde wie Syrien, der Iran oder der Ukraine-Konflikt.

Euractiv.de
Zeiten der Entfremdung. Auf deutschen Wunsch war der letzte Petersburger Dialog kurzfristig abgesagt worden – nach einem Telefonat von Angela Merkel mit Wladimir Putin.
Angela Merkel und Wladimir Putin besprechen sich heute in Sotschi. [<a href="http://www.bundesregierung.de/SiteGlobals/Forms/Webs/Breg/Suche/DE/Solr_Mediathek_formular.html?cat=fotos&id=616930&doctype=GCPresentation&templateQueryString=putin" target="_blank" rel="noopener">[Bundesregierung/Denzel]</a>]

Bundeskanzlerin Angela Merkel und der russische Präsident Wladimir Putin treffen heute im Badeort Sotschi aufeinander, um aktuelle politische Krisen zu besprechen. Diese dürften den Ausstieg der USA aus dem Atomabkommen mit dem Iran, der Syrien-Krieg oder der Ukraine-Konflikt umfassen.

Deutschland und Russland wie auch China, Frankreich und Großbritannien wollen an dem Atomabkommen mit dem Iran festhalten und Wege ausloten, wie die wirtschaftlichen Folgen der demnächst wieder einsetzenden US-Sanktionen abgemildert werden können. Russland ist ein enger Verbündeter des Iran und verfügt über erheblichen Einfluss in Teheran. Bereits im Mai 2017 hatte Merkel den russischen Präsidenten in Sotschi besucht; seither hatten sie sich nicht mehr zu einem längeren Vier-Augen-Gespräch getroffen.

Wirtschaftsminister Peter Altmaier hatte angekündigt, dass Merkel und Putin möglicherweise heute zu einer Einigung bei der umstrittene Pipeline „Nord Stream 2“ kommen. Genaueres ist allerdings noch nicht bekannt. Die Ukraine ist besorgt darüber, durch Nord Stream 2 hohe Einnahmebußen zu erleiden, da der Transit durch ihr Territorium dann vermutlich ausfällt.