Migrations-Hardliner Doksozil gewinnt SPÖ-Urabstimmung

Der derzeitige burgenländische Landeschef Hans Peter Doskozil - ein bekannter Hardliner in Migrationsfragen - hat eine Urabstimmung der SPÖ-Mitglieder für den Parteivorsitz mit 33 Prozent der Stimmen gewonnen. 

Euractiv.de
Informal Meeting of EU Defence Ministers
Doskozil, der sich mit seiner Forderung nach einer härteren Migrationspolitik einen Namen gemacht hat, erhielt die meisten Stimmen, obwohl sein Weg zum Parteivorsitz nicht einfach sein wird. [EPA/DOMENIC AQUILINA]

Der derzeitige burgenländische Landeschef Hans Peter Doskozil – ein bekannter Hardliner in Migrationsfragen – hat eine Urabstimmung der SPÖ-Mitglieder für den Parteivorsitz mit 33 Prozent der Stimmen gewonnen. 

Doskozil, ein ehemaliger Polizist, der sich mit seiner Forderung nach einer härteren Migrationspolitik einen Namen gemacht hat, erhielt die meisten Stimmen, obwohl sein Weg zum Parteivorsitz nicht einfach sein wird.

Andreas Babler, der Bürgermeister von Traiskirchen, ist mit 31,5 Prozent der Stimmen ein starker Konkurrent am zweiten Platz und hat bereits angekündigt, dass er beim Sonderparteitag am 3. Juni gegen Doskozil antreten will.

Es gelte nun, „eine geeinte Sozialdemokratie zu bilden“, sagte Doskozil nach Bekanntgabe der Ergebnisse. Im Herbst 2024 wählt Österreich, bis dahin muss der Burgenländer die zutiefst gespaltene Partei befrieden.

„Das Ziel ist es, so in die Wahl im nächsten Jahr zu gehen, und diese zu gewinnen, ist natürlich auch das wichtigste Ziel im nächsten Jahr“, fügte er hinzu.

Die rechtsextreme Freiheitliche Partei (FPÖ) liegt derzeit mit rund 27 Prozent in den Umfragen vorn, gefolgt von der SPÖ mit 23 Prozent.

Doskozil will mit einer härteren Gangart in der Migrationsfrage Wähler von der FPÖ zurückgewinnen. „Ich will beweisen, und ich glaube, dass es möglich ist, (…) eine bessere Migrationspolitik zu machen als die FPÖ“, sagte er Anfang dieses Monats gegenüber ORF 3.

Doskozil stellte auch klar, dass er keine Koalition mit der FPÖ eingehen werde, sondern eher auf ein progressives Bündnis nach deutschem Vorbild mit den Grünen und den liberalen NEOS hinarbeiten werde.

„Dafür brauche ich die FPÖ nicht, aber ich brauche (…) die Wähler der FPÖ – die müssen wir zurückholen. Sie werden ein Angebot bekommen“, erklärte Doskozil Anfang Mai.