Mit Atomwaffen bestückte russische Kampfjets verletzen Schwedens Luftraum
Zwei mit Atomwaffen bestückte russische Kampfflugzeuge verletzten Anfang März den schwedischen Luftraum Anfang März, so Informationen, die dem Nachrichtensender TV4 Nyheter vorliegen.
Zwei mit Atomwaffen bestückte russische Kampfflugzeuge verletzten Anfang März den schwedischen Luftraum, so Informationen, die dem Nachrichtensender TV4 Nyheter vorliegen.
Insgesamt verletzten vier russische Flugzeuge am 2. März den schwedischen Luftraum vor Gotland, als Finnland und Schweden eine gemeinsame Militärübung in der Ostsee abhielten. Laut TV4 war das russische Manöver bewusst geplant worden, um Schweden einzuschüchtern.
Am Tag des Übergriffs veröffentlichten die schwedischen Streitkräfte Bilder der russischen Maschinen, zwei SU 27-Kampfflugzeuge und zwei SU 24-Angriffsflugzeuge, die laut TV4 vom russischen Luftwaffenstützpunkt in Kaliningrad gestartet waren.
Die schwedischen Streitkräfte haben sich nicht dazu geäußert, da es sich um geheime Informationen handelt. Sie machten jedoch deutlich, dass die Verletzung des schwedischen Luftraums selbst beabsichtigt gewesen sein müsse.
„Wir gehen davon aus, dass es eine vorsätzliche Handlung war. Das ist sehr ernst, zumal es sich um ein kriegführendes Land handelt“, sagte Luftwaffenchef Carl-Johan Edström.
Die Kampfflugzeuge befanden sich etwa eine Minute lang im schwedischen Luftraum. Die schwedische Luftwaffe setzte zwei JAS 39 Gripen-Flugzeuge ein, die die Eindringlinge abfangen und fotografieren konnten.
„Das ist ein Signal an Schweden, dass sie Atomwaffen haben und auch in Erwägung ziehen können, sie einzusetzen“, sagte Stefan Ring, ein Militärstrategieexperte, gegenüber TV4.
Falls zwei der vier russischen Kampfflugzeuge tatsächlich mit Atomwaffen bewaffnet gewesen sein sollten, verleiht dies dem Vorfall „eine ganz andere Dimension“, so Jörgen Elving, ein ehemaliger Oberstleutnant, gegenüber Aftonbladet.
Laut Elving seien diese Kampfjets in der Regel mit für Jägdflugzeuge bestimmten Waffen bestückt, und es sei keine „Routinehandlung“, wenn Russland über ein Waffensystem verfüge, das Atomwaffen tragen könne, und sich auch dafür entscheide, dies zu tun.
„Der Umgang mit Atomwaffen ist nicht jedermanns Sache, er ist keine Routinehandlung“, sagte er.