Montenegro wird unabhängig [DE]

Die EU werde den Ausgang des Referendums vom 21. Mai über die Unabhängigkeit der Teilrepublik von Serbien "voll respektieren", erklärte der EU-Außenbeauftragte Javier Solana, nachdem von offizieller Seite bestätigt wurde, dass die Unabhängigkeitsbefürworter den Sieg davongetragen haben.

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Die EU werde den Ausgang des Referendums vom 21. Mai über die Unabhängigkeit der Teilrepublik von Serbien „voll respektieren“, erklärte der EU-Außenbeauftragte Javier Solana, nachdem von offizieller Seite bestätigt wurde, dass die Unabhängigkeitsbefürworter den Sieg davongetragen haben.

Die zuständige Wahlbehörde hat den Sieg des Unabhängigkeitslagers beim Referendum am 21. Mai nunmehr bestätigt. Laut des Vorsitzenden des Referendumsausschusses lag die Wahlbeteiligung bei 86,3 % der Wahlberechtigten, 55,4 % der Wähler sprachen sich für die Loslösung von Serbien aus. Die EU hatte mindestens 55 % als Bedingung für die Unabhängigkeit gefordert. Damit wird Montenegro nach 90 Jahren wieder ein souveräner Staat. 

Solana sagte, der Verlauf der Volksabstimmung sei tadellos gewesen und gratulierte den Beteiligten hierzu. Nun sei es von größter Bedeutung, dass beide Seiten das Ergebnis anerkennen würden.

„Wir haben unseren Staat“, verkündete der montenegrinische Premier Milo Djukanovic. 

Der Leiter der Beobachtermission des Europäischen Parlaments in Montenegro, Jelko Kacin, bestätigte, dass das Referendum „frei und fair“ verlaufen sei und dass keine offiziellen Beschwerden eingereicht worden seien. 

Kacin erklärte, nun sei die Europäische Union am Zug. Die EU-Kommission müsse nun die Verhandlungen über ein Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommen neu starten, insbesondere angesichts der Tatsache, dass Montenegro die erforderlichen Kriterien bereits erfülle. Zweitens müssten der Ministerrat und die Mitgliedstaaten ihren Teil zu dem Prozess beitragen, indem sie diesen neuen europäischen Staat anerkennen würden. Die langfristigen politischen und wirtschaftlichen Investitionen in die Westbalkanländer dürften nicht abbrechen, da sie die bereits erzielten Fortschritte konsolidierten.