‘Nationale Sicht’ dominiert weiterhin EU-Berichterstattung [DE]

Redakteure in europäischen Hauptstädten seien zwar verstärkt an der Rolle der EU als globalem Akteur interessiert, bestünden aber immer noch auf einer ‚nationalen Perspektive’ der Berichterstattung von Nachrichten, um EU-Angelegenheiten ein ‚menschliches Gesicht’ zu geben. Dies hörte EURACTIV auf seiner Jahreskonferenz Anfang dieses Monats.

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Redakteure in europäischen Hauptstädten seien zwar verstärkt an der Rolle der EU als globalem Akteur interessiert, bestünden aber immer noch auf einer ‚nationalen Perspektive’ der Berichterstattung von Nachrichten, um EU-Angelegenheiten ein ‚menschliches Gesicht’ zu geben. Dies hörte EURACTIV auf seiner Jahreskonferenz Anfang dieses Monats.

Die Ergebnisse der EURACTIV Medienumfrage 2007 wurden auf der Fondation EURACTIV-Konferenz über die Rolle, die nationale Stakeholder bei der Einbeziehung von Bürgern in die EU-Politik spielen, am 8. November 2007 präsentiert.

Als Europas wichtigstes Medienzentrum angesehen, weist Brüssel das größte Pressekorps der Welt auf, da die belgische Hauptstadt Heimat für mehr als tausend Journalisten ist, die über EU-Angelegenheiten berichten.

Auf der Konferenz sprachen Medienvertreter darüber, wie sie in ihren Organisationen EU-Angelegenheiten abdeckten und offenbarten die Prioritäten hinter der Auswahl bestimmter Stories.

Die Umfrage deutete darauf hin, dass während die globale Rolle und Kompetenz der EU in politischen Angelegenheiten, wie beispielsweise Energie, Klimwawandel und der Umwelt weiter steige, dies auch für die Notwendigkeit für Journalisten über diese Themen zu berichten gelte.

Aber die EU ist eine komplizierte Angelegenheit für die Berichterstattung von Journalisten, da die Entscheidungsfindung 27 Mitgliedstaaten, mit oftmals widersprüchlichen Ansichten, beinhaltet. Darüber hinaus setzt sich das EU-Parlament aus 785 Europaabgeordneten und einer Unzahl von Entscheidungsträgern zusammen, die sich darum bemühen, politische Entscheidungen zu beeinflussen: Unternehmen, NGOs, sowie Bürgerorganisationen.

All dies trägt dazu bei zu erklären, warum es der EU schwer fällt mit ‘einer Stimme’ zu sprechen und den Bürgern ihre Botschaft zu vermitteln. Margot Wallström, die Vize-Präsidentin der Kommission, versuchte jüngst dieses Problem anzugehen, indem sie die Kampagne ‚Partnerschaft für die Kommunikation über Europa’  ins Leben rief. Der Plan sieht vor, bessere Zusammenarbeit zwischen in Brüssel ansässigen EU-Institutionen und den nationalen Regierungen für die Kommunikation von EU-Politiken an die Bürger zu fördern.