NATO-Mitgliedschaft könnte Status der Åland-Inseln beeinflussen

Der mögliche NATO-Beitritt Finnlands stellt den Status der entmilitarisierten Åland-Inseln infrage. Die autonome Region Åland liegt am Eingang zum Bottnischen Meerbusen in der Ostsee zwischen Finnland und Schweden.

EURACTIV.com
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Die autonome Region Åland liegt am Eingang zum Bottnischen Meerbusen in der Ostsee zwischen Finnland und Schweden. [[Shutterstock/Sergey Izotov]]

Der mögliche NATO-Beitritt Finnlands stellt den Status der entmilitarisierten Åland-Inseln infrage. Die autonome Region Åland liegt am Eingang zum Bottnischen Meerbusen in der Ostsee zwischen Finnland und Schweden.

Die entmilitarisierte und neutrale Position des aus Tausenden von Inseln bestehenden Archipels geht auf den Pariser Friedensvertrag nach dem Åland-Krieg in den 1850er Jahren zurück und wurde im Genfer Abkommen von 1921 bekräftigt. Ein drittes Abkommen, in dem der Status der Åland-Inseln festgelegt wurde, wurde 1940 unterzeichnet und räumte der Sowjetunion das Recht auf militärische Überwachung des Gebiets ein.

Der mögliche Beitritt Finnlands zur NATO hat nun jedoch Zweifel aufkommen lassen, ob die Inseln ihren entmilitarisierten Status behalten werden, zumal Finnland das Recht und die Pflicht hat, das Gebiet zu verteidigen.

Parlamentspräsident Matti Vanhanen von der Zentrumspartei sprach das Thema am Sonntag (24. April) bei einer öffentlichen Veranstaltung an.

Ihm zufolge würde eine ständige finnische Truppe auf den Åland-Inseln dazu beitragen, das Gebiet gegen mögliche Angriffe zu verteidigen.

Die Debatte wird weiter in den Mittelpunkt rücken, während die Entscheidung über die NATO-Mitgliedschaft näher rückt, und Russland wird vermutlich ein Mitspracherecht in dieser Angelegenheit beanspruchen, da sich in Ålands Hauptstadt Maarianhamina noch immer ein russisches Konsulat befindet.