Niederlande: Regierung angerufen Wohnungskrise zu lösen
Laut Erik Gerritsen, dem Vorstandsvorsitzenden von Ymere, sind die Wohnungsbaugesellschaften bestrebt, die Wohnungskrise zu lösen; sie benötigen jedoch mehr Unterstützung von Hugo de Jonge, dem Minister für Wohnungsbau und Raumordnung.
Eigentlich wollen die niederländischen Wohnbaugesellschaften bauen. Sie pochen dabei aber auf mehr Unterstützung von Hugo de Jonge, dem Minister für Wohnungsbau und Raumordnung.
De Jonges Wohnungsbauprogramm zielt darauf ab, bis 2030 900.000 Wohnungen zu schaffen.
„Wir sind mit anhaltend hohen Baupreisen, mit einer begrenzten Verfügbarkeit von Material, mit Unsicherheiten wie der Stickstoffproblematik, dem Anstieg der Zinssätze und der Anspannung auf dem Arbeitsmarkt konfrontiert“, schrieb De Jong in einem Aktionsplan, der am 19. Januar an die Abgeordnetenkammer geschickt wurde.
Das niederländische Wirtschaftsinstitut für das Bauwesen berichtete jedoch, dass die Bauunternehmen in den nächsten zwei Jahren voraussichtlich 10 Prozent weniger Häuser ausliefern werden als im Jahr 2022.
Laut de Jonge ist das Problem nicht finanzieller Natur, sondern vielmehr das Verfahren, das beim Bau der Häuser angewandt wird. „Der Bau eines Hauses, vom Plan bis zur Realisierung, dauert durchschnittlich zehn Jahre. Das sollte und kann kürzer sein“, sagte er.
Außerdem müssen die Gemeinden mit dem Bau von Flächen beginnen, die schnell erschlossen werden können.
„Nicht jede Grünfläche ist Natur, die geschützt werden muss; manchmal ist eine Wiese einfach nur eine Wiese und kann bebaut werden“, sagte er laut NL Times.