Österreich führt Kontrollen an der tschechischen Grenze ein

Österreich wird am Mittwoch stationäre Kontrollen an der tschechischen Grenze einführen, sagte ein Sprecher des Innenministeriums am Donnerstag gegenüber der APA. Dies ist ein weiterer Schritt Österreichs zur Bekämpfung des Zustroms irregulärer Migranten.

Euractiv.de
Austria introduces temporary controls at border with Slovakia to prevent illegal migration
Die neuen Kontrollen an der tschechischen Grenze werden für mindestens zehn Tage gelten und können danach erneuert werden. [EPA-EFE/CHRISTIAN BRUNA]

Österreich wird am Mittwoch stationäre Kontrollen an der tschechischen Grenze einführen, sagte ein Sprecher des Innenministeriums am Donnerstag gegenüber der APA. Dies ist ein weiterer Schritt Österreichs zur Bekämpfung des Zustroms irregulärer Migranten.

Zuvor hatte Deutschland am Montag (16. Oktober) Grenzkontrollen an der Grenze zu Tschechien, Polen und der Schweiz angekündigt, um den Zustrom irregulärer Migranten zu bekämpfen.

Die neuen Kontrollen an der tschechischen Grenze werden für mindestens zehn Tage gelten und können danach erneuert werden.

Aufgrund der in den letzten Jahren sprunghaft angestiegenen Ankunftszahlen hat Österreich die Bekämpfung der irregulären Migration zu einer seiner obersten Prioritäten erklärt.

Im Vergleich zu 2021 ist die Zahl der Asylbewerber in Österreich im Jahr 2022 um 195 Prozent gestiegen, wobei zwischen Januar und August mehr als 56.000 Menschen einen Asylantrag gestellt haben. Während Syrer und Afghanen seit langem die Liste der Antragsteller anführen, waren Inder die größte Gruppe, die 2022 Asyl beantragte.

Im Jahr 2023 scheint sich der Trend jedoch etwas umgekehrt zu haben. In den ersten acht Monaten des Jahres 2023 sind die Asylanträge um rund 40 Prozent zurückgegangen.

Österreich führt bereits Kontrollen an den Grenzen mehrerer seiner Nachbarländer durch.

Während an der ungarischen und slowenischen Grenze schon seit Jahren kontrolliert wird, wurden an der Grenze zu Slowenien erst Anfang Oktober wieder stationäre Kontrollen eingeführt.

Seit der Migrationskrise 2015 vertritt Österreich eine entschiedene Anti-Migrations-Position. Es setzt sich nachdrücklich für eine Verschärfung der Kontrollen an den EU-Außengrenzen und eine Erhöhung der Rückführungsquote für irreguläre Migranten ein.