Österreich: Klima-Aktivisten kleben sich vor Museumsstücke

Umweltministerin Leonore Gewessler kritisierte die Aktivisten, die sich im Naturhistorischen Museum in Wien an ein Dinosaurierskelett geklebt hatten, um einen Fossil-Ausstieg Österreichs und ein Tempolimit zu fordern.

Euractiv.de
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„Ich bin Ministerin, und in dieser Position will ich der Zivilgesellschaft nicht vorschreiben, welche Aktionsformen sie zu wählen hat", sagte Gewessler gegenüber Puls24. [MARTIN DIVISEK/EPA]

Umweltministerin Leonore Gewessler kritisierte die Aktivisten, die sich im Naturhistorischen Museum in Wien vor einem Dinosaurierskelett festgeklebt hatten, um einen Fossil-Ausstieg Österreichs und ein Tempolimit zu fordern.

Kritik an Klimaaktivisten, die neuerdings mit Protestaktionen gegen wertvolle Kunstwerke und Museumsausstellungen auf ihr Anliegen aufmerksam machen wollen, wächst.

„Ich bin Ministerin, und in dieser Position will ich der Zivilgesellschaft nicht vorschreiben, welche Aktionsformen sie zu wählen hat“, sagte Gewessler gegenüber Puls24.

„Ich kann nur sagen, dass ich in meiner Zeit in der Zivilgesellschaft andere Formen des Protests gewählt habe“, fügte sie hinzu. Bevor sie in die Politik ging und das Ministeramt übernahm, hatte Gewessler eine leitende Rolle bei der österreichischen Klimaschutzorganisation Global 2000.

Es sei zwar notwendig, auf „die Dringlichkeit des Problems“ aufmerksam zu machen, aber es sei „auch wichtig, die Menschen auf dem Weg zur Lösung nicht zu verlieren“, betonte sie.

Klima-Aktivisten befürchten hingegen, dass die Gesellschaft auf eine „Klimahölle“ zusteuert.

Der „Klimakollaps hat schon längst begonnen. Unsere Regierungen können einfach nicht aufhören, Öl ins Feuer zu gießen“, so einer von ihnen gegenüber der APA.

Ein früherer Versuch von Aktivisten, sich an ein Ausstellungsstück zu kleben, wurde im September verhindert.