Österreichische Unternehmen wollen Exporte nach Afrika steigern
Österreichische Unternehmen erkennen ein erhebliches Exportpotenzial in Afrika, so die Wirtschaftskammer des Landes im Vorfeld des Gipfels zwischen der EU und der Afrikanischen Union (AU) in Brüssel.
„Viele afrikanische Länder sind wichtige Zukunfts- und Hoffnungsmärkte für die heimische Exportwirtschaft und damit unternehmerische Hotspots“, erklärte Mariana Kühnel, stellvertretende Generalsekretärin der österreichischen Wirtschaftskammer WKÖ.
„Das zeigt die sehr gute Entwicklung der Exportzahlen im Jahr 2021 und in den Jahren davor, die nur kurz durch die Pandemie gebremst wurden“, fügte sie hinzu.
Ab Donnerstag treffen sich die Staats- und Regierungschefs der EU mit ihren afrikanischen Pendants im Rahmen einer Reihe von Rundtischgesprächen. Unter anderem diskutieren die führenden Politiker:innen über die Unterstützung des Privatsektors und die wirtschaftliche Integration. Odile Renaud-Basso, die Chefin der Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBWE) , wird an der Diskussion am runden Tisch zur wirtschaftlichen Integration teilnehmen.
Im Jahr 2020 betrug der Anteil der österreichischen Exporte nach Afrika 1,2 Prozent aller Ausfuhren nach dem Kontinent.
Da „80 Prozent der österreichischen Exporte nach Afrika auf nur sieben Länder entfallen“, gebe es auch Wachstumspotenzial, fügte Kühnel hinzu.
Nach Angaben des Internationalen Handelszentrums (ITC) beläuft sich das Exportpotenzial für österreichische Unternehmen in Afrika auf 2 Milliarden Euro und liegt hauptsächlich in Südafrika, Algerien, Ägypten, Marokko und Nigeria.