Orban: "Unternehmen Sprache" führt zu wirtschaftlichem Erfolg [DE]
Mehrsprachigkeit sei kein Hindernis, sondern sollte als eine Chance verstanden werden, die europäische Unternehmen nutzen können, sagte der Kommissar für Mehrsprachigkeit, Leonard Orban, während einer Konferenz am 21. September 2007 in Brüssel.
Mehrsprachigkeit sei kein Hindernis, sondern sollte als eine Chance verstanden werden, die europäische Unternehmen nutzen können, sagte der Kommissar für Mehrsprachigkeit, Leonard Orban, während einer Konferenz am 21. September 2007 in Brüssel.
In seiner Einführungsrede verwies Orban auf das europäische Motto „Einheit in der Vielfalt“ und betonte, „Sprachenvielfalt stellt intern und auch in den
Außenbeziehungen kein Hindernis dar“, sondern „eine Chance, die wir nutzen können“.
In seiner Rede betonte Orban die bevorstehenden Herausforderungen:
- die Notwendigkeit, „die Unternehmen für die Vorteile sensibilisieren, die sie dadurch erreichen, dass sie in sprachliche Ausbildung investieren und einen strategischen Ansatz für mehrsprachige Kommunikation übernehmen”;
- die Notwendigkeit, sicherzustellen, „dass unsere Bildungssysteme den jungen Menschen die Sprachkenntnisse vermitteln, die sie benötigen, um die in Europa gebotenen Beschäftigungs- und Handelsmöglichkeiten optimal zu nutzen“, und;
- die Notwendigkeit, „das lebenslange Lernen, über die formale Bildung hinaus, in Betracht (zu) ziehen”.
In drei Workshops wurde die Bedeutung und das Potential, das Mehrsprachigkeit für Unternehmen birgt, aus verschiedenen Blickwinkeln untersucht – aus unternehmerischer, sprachlicher und politischer Perspektive.
Odile Quintin, die Generaldirektorin der GD Bildung und Kultur, stellte schließlich die wichtigsten Ergebnisse der Workshops vor:
- Englisch allein ist nicht ausreichend als „Katalysator für das Wirtschaftsleben“. Wettbewerbsvorteile können jedoch durch weitere Fremdsprachenkenntnisse in Verbindung mit interkulturellen Kompetenzen erreicht werden.
- Es ist wichtig, ein Bewusstsein für die Bedeutung von Sprachen bereits im jungen Alter zu schaffen. Der Spracherwerb bei Kindern sollte so früh wie möglich beginnen, und sie sollten ein Verständnis dafür entwickeln, dass das Erlernen von Fremdsprachen ein Vorteil ist.
- Es ist gleichermaßen wichtig, dieses Bewusstsein unter Unternehmen, auch bei kleinen Unternehmen, zu schaffen.
- Die Interaktion zwischen diesen beiden Bereichen – Bildung und Unternehmen – sollte gestärkt werden.
- Sprachstrategien sollten Teil der Unternehmenspolitik sein.
- Eine Politik der Mehrsprachigkeit auf allen Ebenen ist notwendig.