Polen will Energiesparen mit neuem Preissystem fördern
Die Regierung will einen Plan vorlegen, der das Energiesparen fördert, indem er die Energiepreissätze mit der verbrauchten Energiemenge verknüpft, berichtet die Polnische Presseagentur (PAP).
Die Regierung will einen Plan vorlegen, der das Energiesparen fördert, indem er die Energiepreissätze mit der verbrauchten Energiemenge verknüpft, berichtet die Polnische Presseagentur (PAP).
Da immer mehr Länder ihre Energieeffizienzpläne genehmigen, ist Polen dafür, das Energiesparen zu fördern, anstatt europäische Lösungen zu erzwingen, sagte Regierungssprecher Piotr Müller.
„Noch in dieser Woche werden wir eine Reihe von Lösungen für die energieintensivsten Sektoren, große Unternehmen, […] aber auch für Einzelverbraucher:innen vorstellen, die es unwirtschaftlich machen sollen, mehr Energie zu verbrauchen als in den vergangenen Jahren“, sagte er dem öffentlichen Fernsehsender TVP Info.
Die Regierung will eine Regelung schaffen, nach der Verbraucher:innen, die einen bestimmten Schwellenwert für den Energieverbrauch nicht überschreiten, niedrigere Preise zahlen als diejenigen, die mehr verbrauchen. „Dies wird [die Verbraucher:innen] ermutigen, ihren Energieverbrauch nicht zu erhöhen“, so der Sprecher.
Laut Medienberichten werden zwei verschiedene Ansätze für die Berechnung des Schwellenwerts in Betracht gezogen. Im ersten Fall würde der jährliche Grenzwert auf 2 Megawattstunden festgesetzt. Bei der zweiten Variante entspricht der Grenzwert 90 Prozent des Vorjahresverbrauchs. Bei Überschreitung der Grenze würde ein Haushalt höhere Tarife zu zahlen haben.
In einem Interview mit dem polnischen Fernsehsender TVP Info sagte Müller zudem, Polen lehne den Vorschlag der Europäischen Kommission ab, den Energieverbrauch während der Spitzenzeiten zu drosseln.
Die polnische Regierung ist der Ansicht, dass die zeitliche Steuerung des Energieverbrauchs ein Bereich ist, in dem jedes Land seine eigenen Entscheidungen treffen sollte, sagte er und argumentierte, dass die EU-Mitgliedsstaaten unterschiedliche Volkswirtschaften aufweisen und eine Einheitslösung nicht unbedingt funktionieren würde.