Pride-Umzug kehrt nach zweijähriger Unterbrechung nach Madrid zurück

Nach einer zweijährigen Pause aufgrund der Pandemie wurde Madrid am Samstag vom LGBTIQ-Pride-Marsch unter dem Motto "Im Angesicht des Hasses: Sichtbarkeit, Stolz und Widerstandsfähigkeit" begrüßt.

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Madrid Pride Parade 2022
Tausende, darunter Aktivisten von mehr als 100 Organisationen und Kabinettsminister, füllten die Straßen von Madrid, um am Samstag die Pride zu feiern. [EPA-EFE/EMILIO NARANJO]

Nach einer zweijährigen Pause aufgrund der Pandemie fand in Madrid am Samstag wieder der LGBTIQ-Pride-Umzug unter dem Motto „Im Angesicht des Hasses: Sichtbarkeit, Stolz und Widerstandsfähigkeit“ begrüßt.

Tausende, darunter Aktivist:innen von mehr als 100 Organisationen sowie Regierungsminister:innen, füllten die Straßen von Madrid, um am Samstag die Pride zu feiern.

„Von den schrecklichen Institutionen gehen Hassdiskurse aus: Sie stigmatisieren uns, grenzen uns aus, machen uns für reale oder erfundene Probleme verantwortlich, stellen uns als Privilegierte oder schlimmer noch, als Bedrohung für Minderjährige oder Frauen dar“, heißt es in einem Manifest, das am Ende des Marsches verlesen wurde.

Das Dokument erinnerte auch an den 30-jährigen Kampf für die Gleichstellung der Ehe und forderte die Verabschiedung eines vorgeschlagenen Trans-Gesetzes.

Innenminister Fernando Grande-Marlaska, Bildungsministerin Pilar Alegria, Gleichstellungsministerin Irene Montero und die Ministerin für soziale Rechte Ione Belarra nahmen ebenfalls an der Veranstaltung teil.

Kurz vor Beginn des Marsches twitterte Premierminister Pedro Sánchez ein animiertes Bild mit den Worten „Orgullo de Pais“ (Stolz des Landes), die sich über die wehenden farbigen Linien der Banner von LGBTIQ-Gruppen und der spanischen Flagge legen.

„Unsere Vielfalt ist unser größter Stolz. Lasst uns uns selbst behaupten; lasst uns feiern, was wir sind, das Recht, zu sein, wer wir sein wollen. Heute und für immer“, schrieb er außerdem.

Grande-Marlaska kritisierte seinerseits die rechte und rechtsextreme Seite des politischen Spektrums dafür, die Fortschritte in Bezug auf die Rechte von LGTBI+-Personen zu gefährden und fügte hinzu, dass dies die Konsolidierung dieser Rechte noch dringlicher mache.