Regionale “Stars” für innovative Projekte honoriert

Die Europäische Kommission hat gestern (20. Mai) ihre jährlichen „RegioStars“-Auszeichnungen für die innovativsten EU-finanzierten Projekte vergeben. Kommissionsbeamte teilten EURACTIV mit, dass die wachsende Popularität des Preises die Informationsteilung innerhalb der EU-27 verbessern könnte.

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Die Europäische Kommission hat gestern (20. Mai) ihre jährlichen „RegioStars“-Auszeichnungen für die innovativsten EU-finanzierten Projekte vergeben. Kommissionsbeamte teilten EURACTIV mit, dass die wachsende Popularität des Preises die Informationsteilung innerhalb der EU-27 verbessern könnte.

Die Auszeichnung ermöglicht der EU Exekutive, das Scheinwerferlicht auf einen bestimmten Aspekt der Innovation zu richten. Dabei werden jedes Jahr unterschiedliche Prioritäten hervorgehoben.

2010 lag der Fokus auf einer Reihe von Themen, wie der Integration von Migranten in urbanen Bereichen und Breitbandabdeckung in weniger entwickelten Regionen.

Die Gewinner

Präsentiert wurden die Auszeichnungen von EU-Regionalkommissar Johannes Hahn und dem polnischen Mitte-Rechts MdEP Jan Olbrycht (Europäische Volkspartei), der der Chef der Jury war. Es gab zwei Gewinner in der Kategorie „CityStar“, drei für Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) und einen für Information und Kommunikation.

Die CityStar-Gewinner waren das C-Mine Zentrum in Belgien, ein ehemaliger Industriestandort, der zu einem Unternehmer- und Besucherzentrum umfunktioniert wurde, sowie das Mikro-Finanzinstitut in Schweden, ein Projekt, das darauf abzielt, Migrantinnen Zugang zu Krediten für Unternehmen zu verschaffen.

IKT-Preise erhielten die Langas j Ateitj Allianz in Litauen, die Computerkurse anbietet, die französische Region Auvergne für ihr Hochgeschwindigkeits-Breitbandnetz und ein Tele-Medizin Projekt in Deutschland, dass Krankenhauseinlieferungen verringern soll.

Das Tele-Medizin Projekt in Brandenburg nutzt die Expertise von verschiedenen regionalen Partnern um Herzinfarktpatienten zu beaufsichtigen und zu behandeln – außerhalb der traditionellen medizinischen Umwelt. Bisher haben über 100 Personen davon profitiert.

Der Preis für Information und Kommunikation ging an eine litauische Webseite, www.esparama.lt, die klare und zugängliche Informationen zu allen EU-Strukturfonds im Land anbietet.

Erreichen die Auszeichnungen ihre Ziele?

Während die Preise einen medienfreundlichen „Tagesausflug“ nach Brüssel ermöglichen, hinterfragten einige, ob sie ihr Ziel erreichen, „die Informationen über bewährte Methoden zu verbessern“ und „den Erfahrungsaustausch zu stimulieren“.

Ein Kommissionsbeamter behauptete EURACTIV gegenüber, dass die jährlich ansteigende Zahl von Bewerbungen zeige, dass die Auszeichnung ihre Ziele erreiche.

„Da das Hauptziel Transparenz und Informationsaustausch ist, ist es ein gutes Zeichen, dass die Preise zunehmend populär sind. Es hat ebenfalls Berichterstattung über die Finalisten und Gewinner ausgelöst, was sie der öffentlichen Auswertung eröffnet und Kontakte zwischen verschiedenen Fachleuten ermöglicht. Die Kommission konnte auch die ausgewählten Projekte mobilisieren, um an verschiedenen Konferenzen teilzunehmen und die Debatte zu bereichern.“

Sie sind ebenfalls ihr Geld wert, betonte der Beamte, da die nominierten Projekte bereits auf Verdienstbasis durch die Regionalfinanzierungsinstrumente der EU finanziert worden seien.

Darüber hinaus beinhalten die Auszeichnungen keinen Geldpreis. „Ein bescheidenes Budget von etwa 30.000 Euro ist notwendig um die Zeit und Reisekosten der Jurymitglieder, die Trophäen und die 3-5minütigen Projektvideos zu finanzieren. Dieses wird von der Kommission aus dem Kommunikationsbudget bereitgestellt.

Der Think-Tank Open Europe, ein langjähriger Kritiker der EU-Regionalpolitik, war jedoch weniger enthusiastisch über den Wert der RegioStars Auszeichnungen.

„Während der gezieltere Einsatz von Kohäsionsfonds sicherlich ermutigt werden sollte, würde man doch denken, dass die EU zurzeit wichtigere Dinge zu tun hat, als sich auf Steuerzahlerkosten selbst zu beglückwünschen“, sagte der Direktor, Mats Persson.