Rumänien will Munitionsbeschaffung steigern
Rumänien hat beschlossen, dass die Beschaffung von Munition beschleunigt werden soll, um auf die anhaltende Aggression Russlands gegen die Ukraine zu reagieren. Der Fokus liegt hierbei auf die heimische Produktion.
Rumänien hat beschlossen, dass die Beschaffung von Munition beschleunigt werden soll, um auf die anhaltende Aggression Russlands gegen die Ukraine zu reagieren. Der Fokus liegt hierbei auf die heimische Produktion.
Rumäniens Oberster Rat für Nationale Verteidigung (CSAT) betonte am Donnerstag (19. September), dass die aggressive Haltung Russlands zu einer Verschiebung der regionalen Sicherheit geführt habe. Diese mache eine Neubewertung, eine neue Priorisierung und eine Neugestaltung der militärischen Beschaffungsprogramme erforderlich.
Einer nach der Sitzung veröffentlichten Stellungnahme des Obersten Rates zufolge soll mit diesen Anpassungen die Verteidigungsfähigkeit Rumäniens gestärkt werden, um neuen Bedrohungen entgegenzuwirken. Hierzu gehören „die verstärkte Beschaffung von Kampfmunition und der schrittweise Aufbau strategischer Reserven“.
Die Ratsmitglieder diskutierten auch den Ausstattungsplan der rumänischen Armee für den Zeitraum von 2025 bis 2034.
Der Oberste Rat betonte, dass Rumänien seine heimische industrielle Kapazität zur Herstellung moderner militärischer Ausrüstung ausbauen müsse, sowohl für Truppen in Friedenszeiten als auch zur Aufrechterhaltung des Betriebsstatus bestehender Ausrüstung. Dies diene dem Schutz kritischer Sicherheitsinteressen und der Gewährleistung der Sicherheit der Lieferkette. Er betonte auch die Notwendigkeit, „neue Ausrüstung herzustellen und zu entwickeln, um die militärischen Fähigkeiten in Krisen- oder Kriegszeiten zu verbessern“.
Auf dem Treffen wurden auch die jüngsten Entwicklungen der russischen Aggression betrachtet, insbesondere die jüngsten Eskalationen, die ungeheuerliche Verstöße gegen das Völkerrecht darstellen.
„Ihre Auswirkungen auf die regionale Sicherheit im Schwarzen Meer wurden bewertet, mit erheblichen Folgen für Europa und den euro-atlantischen Raum. Es wurden zusätzliche Abschreckungs- und Gegenmaßnahmen zur Umsetzung auf nationaler Ebene und mit Unterstützung der NATO-Verbündeten erörtert“, hieß es in der Stellungnahme weiter.
Diese jüngsten Eskalationen wurden auch auf dem Treffen der Verteidigungsminister im Format der „Bukarester Neun“ am Mittwoch in der rumänischen Hauptstadt diskutiert.
Die Mitglieder der „Bukarester Neun“ äußerten sich „zutiefst besorgt“ über die wiederholten russischen Drohnen- und Raketenvorstöße in den NATO-Luftraum. In solchen Fällen sei eine „robuste“ Reaktion erforderlich, erklärte der rumänische Verteidigungsminister Angel Tîlvăr auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem polnischen Minister für Verteidigung, Pawel Zalewski.
In Bezug auf Vorfälle mit russischen Drohnen in der Nähe der Ukraine wiederholte Zalewski, dass die Teilnehmer des Treffens sich einig seien, dass „eine Reaktion der NATO notwendig ist“.
[Bearbeitet von Kjeld Neubert]