Rumäniens Straßennetz ein „Trümmerhaufen“ [DE]
Rumänien hat seit seinem EU-Beitritt nicht einen Kilometer an Straße gebaut, schreibt EurActvi Rumänien heute. Die Gesamtlänge des Autobahnnetz des Landes, dem der Ruf von schlechten Fahrbahnen anhaftet ist nur 53 Kilometer lang. Belgien hat zum Vergleich ein Netzwerk von 1763 Kilometer Gesamtlänge.
Rumänien hat seit seinem EU-Beitritt nicht einen Kilometer an Straße gebaut, schreibt EurActvi Rumänien heute. Die Gesamtlänge des Autobahnnetz des Landes, dem der Ruf von schlechten Fahrbahnen anhaftet ist nur 53 Kilometer lang. Belgien hat zum Vergleich ein Netzwerk von 1763 Kilometer Gesamtlänge.
Alle Minister, die für Verkehr seit der Übergangsperiode Rumäniens vom Kommunismus verantwortlich waren, haben angedeutet, dass es einen Bedarf für Infrastrukturprojekte gibt.
Aber trotz dessen und dem Einbezug von Straßenprojekten in nationale Prioritäten hat der Bau stagniert, so EURACTIV Rumänien. Der rumänische Präsident Traian Basescu war ebenfalls von 1996 bis 2000 Verkehrsminister des Landes.
Das rumänische nationale Verkehrsnetz ist 81.693 Kilometer lang, hat aber nur 22.865 Kilometer modernisierte Straßen. Trotzdem bedarf mehr als die Hälfte dieser modernisierten Straßen einer Renovierung. Dies besagt ein gemeinsamer Bericht des rumänischen Verkehrsministeriums and des nationalen statistischen Instituts.
Außerdem ist ein großer Teil der nationalen Straßen aus Asphalt, etwa 12.000 Kilometer, oder 15 Prozent des gesamten Netzwerkes. Weitere 25.000 Kilometer oder mehr als 30 Prozent bestehen aus gepflasterten Straßen, so der Bericht.
Große Ambitionen
Das Verkehrsministerium hat große Ambitionen für den Bau von Schnellstraßen. Bis 2013 plant es fast 2.000 Kilometer an Schnellstraßen zu bauen und es wird erwartet, dass die ersten 400 Kilometer im Jahr 2009 gebaut werden, denen weitere 400 Kilometer im Jahr 2010 folgen.
Es gibt europäisches Geld für Infrastruktur, aber die Behörden unternehmen wenig, dies zu beanspruchen. Der ehemalige Verkehrsminister Ludovic Orban (April 2007 bis Dezember 2008) versprach, 100 Prozent der Fördermittel zu nutzen. Heutzutage sei es klar, dass nur sehr wenig dieser Mittel genutzt werden, so die rumänische Presse.