Schäuble wütet gegen Erdogan
"Es gibt bessere Orte in der Welt, nach der Scharia zu leben, als Europa": Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hat Recep Tayyip Erdogan vorgeworfen, Konflikte aus der Türkei nach Deutschland getragen zu haben.
„Es gibt bessere Orte in der Welt, nach der Scharia zu leben, als Europa“: Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hat Recep Tayyip Erdogan vorgeworfen, Konflikte aus der Türkei nach Deutschland getragen zu haben.
„Das ist schon ziemlich ärgerlich, was der Mann macht“, sagte der CDU-Politiker am Mittwochabend bei einer Veranstaltung von Deutschlandfunk und „Neuer Zürcher Zeitung“ in Berlin.
Grundsätzlich müsse man den Menschen aus muslimisch geprägten Ländern sagen, dass sie in Deutschland willkommen seien. Man müsse ihnen aber auch klarmachen, dass sie die Lebensweise und alle Grundwerte akzeptieren müssten.
„Wenn Ihnen das nicht passt, (…) dann habt Ihr eine falsche Entscheidung getroffen“, sagte Schäuble an diese Menschen gerichtet. „Es gibt bessere Orte in der Welt, nach der Scharia zu leben, als Europa.“
Die Beziehungen zwischen der Türkei und Deutschland sind zurzeit gespannt. Hintergrund ist das Referendum am Sonntag, bei dem die Türken über mehr Macht für Erdogan abstimmen sollen. Vertreter der Regierung in Ankara wollten dafür auch bei türkischen Auswanderern in Europa werben.
In Staaten wie Deutschland oder den Niederlanden wurden aber entsprechende Veranstaltungen verboten, woraufhin Erdogan von Nazi-Methoden sprach.