Schüssel nach Präsidenschaftswahlen in Österreich angeschlagen

Der Wahlsieg des Sozialdemokraten Heinz Fischer hat den Trend der Linksparteien in Frankreich und Spanien fortgesetzt und somit die erwartete Mitte-Rechts-Mehrheit im Europäischen Parlament nach den Wahlen in Frage gestellt.

Der Wahlsieg des Sozialdemokraten Heinz Fischer hat den Trend der Linksparteien in Frankreich und Spanien fortgesetzt und somit die erwartete Mitte-Rechts-Mehrheit im Europäischen Parlament nach den Wahlen in Frage gestellt.

Der Sozialdemokrat Heinz Fischer bekam 52,4 Prozent der
Stimmen bei den am 25.April stattfindenden Präsidentschaftswahlen
Österreichs. Er schlug die bekannte Konservative Außenministerin
Benita Ferrero-Waldner. Dieses kommt einem herben Schlag für die
Regierung von Kanzler Wolfgang Schüssel gleich und verringert
dessen Aussichten, der nächste Präsident der Europäischen
Kommission zu werden.

Doktor Fischer (65) ist ein erfahrener
Parlamentarier. Er wird am 8.Juli für einen Zeitraum von sechs
Jahren Nachfolger des derzeitigen Amtsinhabers Thomas Klestil. Der
österreichische Präsident hat vor allem eine repräsentative
Funktion.

Der vor kurzem gewählte Präsident der Partei der
Europäischen Sozialdemokraten, Poul Nyrup Rasmussen, betonte, dass
der Sieg Fischers den Triumphzug in Spanien und Frankreich
fortsetze. „Wir interpretieren dies als ein klares Zeichen dafür,
dass die sozialdemokratischen Parteien in Europa mit jedem Tag
stärker werden“, so Rasmussen.