Slowakei will Ukraine bei Minenräumung helfen
Die Slowakei verfüge über gute Kenntnisse in der Minenräumung, die in der Ukraine angesichts der Verbreitung von Landminen in dem vom Krieg zerrütteten Land benötigt werden, sagte die slowakische Präsidentin Zuzana Čaputová.
Die Slowakei verfüge über gute Kenntnisse in der Minenräumung, die in der Ukraine angesichts der Verbreitung von Landminen in dem vom Krieg zerrütteten Land benötigt werden, sagte die slowakische Präsidentin Zuzana Čaputová.
Laut der slowakischen Präsidentin ist die Minenräumung ein potenzieller Schwerpunkt der slowakischen Hilfe für die Ukraine.
„Die Slowakei verfügt über eine großartige Technologie, und wir sind weltweit führend bei der Minenräumung“, so die Präsidentin nach einem Besuch in Kyjiw mit dem tschechischen Präsidenten Petr Pavel.
Allerdings will sie zunächst mit dem amtierenden Ministerpräsident Eduard Heger und dem amtierenden Verteidigungsminister Jaroslav Naď die konkrete Ausgestaltung der Hilfe besprechen.
Die Ukraine ist derzeit eines der am stärksten von Landminen betroffenen Länder.
„Landminen in der Ukraine sind ein großes Problem. Einfach ausgedrückt bedeutet ein Tag Krieg, dass 30 Tage Minenräumung nötig sind“, sagte Čaputova und fügte hinzu, dass die ukrainische Seite an einer Unterstützung in dieser Hinsicht interessiert ist. Sie biete auch Geschäftsmöglichkeiten für slowakische Unternehmen.
Zugleich erklärte die Präsidentin, dass der Wiederaufbau der Ukraine bereits begonnen habe. Wo nicht gekämpft wird, werden Straßen, Wege, Brücken und Gebäude wiederaufgebaut. Dies sei natürlich auch eine Chance für slowakische Firmen und Unternehmer, so das Staatsoberhaupt.
Laut Čaputová habe die Regierung bereits einen Kreis von Unternehmen ausgewählt, die daran interessiert sind, der Ukraine zu helfen. „Die Regierung arbeitet an einem Plan, der diese Hilfe und Zusammenarbeit erleichtern soll“, fügte sie hinzu. Allerdings räumte sie ein, dass die slowakische Seite mit ihrer Hilfe hinter der tschechischen zurückbleibt.
Gleichzeitig teilte die Präsidentin mit, dass die Ukraine die Slowakei erneut gebeten habe, ein Untersuchungsteam zu entsenden, um Beweise für Kriegsverbrechen zu dokumentieren. Sie erinnerte daran, dass die Slowakei zusammen mit Frankreich das erste Land war, das seine Experten zur Verfügung gestellt hat.
Das Interesse der Slowakei, sich an den Ermittlungen zu beteiligen, sei sofort da gewesen und bestehe nach wie vor.