Slowakische Autofabrik: Wenige Entlassungen als erwartet bei Umstieg auf Elektrofahrzeuge
Die Autofabrik Stellantis in der slowakischen Stadt Trnava wird im Zuge der Umstellung von der Produktion von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor auf Elektroantrieb weniger Mitarbeiter entlassen als die von einigen Gewerkschaften prognostizierten 500, kündigte Michal Nič, Sprecher von Stellantis, an.
Die Autofabrik Stellantis in der slowakischen Stadt Trnava wird im Zuge der Umstellung von der Produktion von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor auf Elektroantrieb weniger Mitarbeiter entlassen als die von einigen Gewerkschaften prognostizierten 500, kündigte Michal Nič, Sprecher von Stellantis, an.
In den vier slowakischen Autofabriken sind derzeit 16.000 Menschen beschäftigt. Im gesamten slowakischen Automobilsektor sind es rund 200.000. Experten gehen davon aus, dass die Umstellung auf Elektrofahrzeuge sowie die Digitalisierung und Automatisierung zu einem Abbau von bis zu 70.000 Arbeitsplätzen führen werden.
In der Fabrik in Trnava werden nun etwa 360 Menschen entlassen. Nach der Umstellung auf Elektrofahrzeuge sollen weitere Mitarbeiter entlassen werden, so Nič.
Ursprünglich war befürchtet worden, dass ein Siebtel der gesamten Belegschaft – rund 500 Personen – zum ersten April gekündigt werden könnten.
Auch in der Branche dürfte sich die Zahl der Beschäftigten nicht so dramatisch verändern wie erwartet, so Monika Martišková vom Central European Labour Studies Institute (CELSI).
„In den Unternehmen werden sich die Qualifikationen verbessern. Die Unternehmen werden sich stärker digitalisieren oder automatisieren müssen, und die Menschen werden weiterhin gebraucht, aber nicht in der Produktion, sondern in der Betriebstechnik. Die Anzahl der Arbeitsplätze wird sich nicht unbedingt ändern, wohl aber die Struktur“, sagte sie.