Spanien: Anzahl der "hoch verschuldeten" Haushalte steigt massiv an

Hohe Inflation und steigende Zinsen machen den spanischen Haushalten zunehmend zu schaffen. Die Zahl derjenigen, die mehr als 40 Prozent ihres Einkommens für die Rückzahlung von Schulden ausgeben, könnte inzwischen 1,5 Millionen übersteigen.

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Die Bank von Spanien (BdE) schätzt, dass der Anteil der verschuldeten Haushalte, die "hoch verschuldet" werden könnten, um fast vier Prozentpunkte steigen würde, was bedeutet, dass rund 350.000 Haushalte ernsthaft gefährdet wären, so eine neue BdE-Studie, berichtete EURACTIVs Partner EFE. [Shutterstock/Daniel Myjones]

Hohe Inflation und steigende Zinsen machen den spanischen Haushalten zunehmend zu schaffen. Die Zahl derjenigen, die mehr als 40 Prozent ihres Einkommens für die Rückzahlung von Schulden ausgeben, könnte inzwischen 1,5 Millionen übersteigen.

Die Bank von Spanien (BdE) schätzt, dass der Anteil der verschuldeten Haushalte, die als „hoch verschuldet“ eingestuft werden, um fast vier Prozentpunkte steigen könnte. Damit wären rund 350.000 Haushalte ernsthaft gefährdet, so eine neue BdE-Studie, berichtete EURACTIVs Partner EFE.

Die linke spanische Regierungspartei Unidas Podemos (GUE-NGL) warnte kürzlich seinen sozialdemokratischen Koalitionspartner (PSOE/S&D), dass die aktuelle Krise langfristige Folgen haben könnte und eine neue Krise des spanischen Bankensystems auslösen könnte.

Der Euribor-Satz stieg im Oktober weiter an, wenn auch langsamer als im September, als er den stärksten Anstieg seit Jahrzehnten verzeichnete.

Am Donnerstag hat die Europäische Zentralbank (EZB) die Zinssätze in der EU um weitere 75 Basispunkte auf 2 Prozent angehoben, was ebenfalls zu einem erneuten Anstieg des Euribor-Satzes führte, berichtet die Finanztageszeitung Cinco Días.

Bei einer Standardhypothek in Spanien – 150.000 Euro für 25 Jahre mit einer Differenz von 1 Prozent zum Euribor – steigt die monatliche Rate von 533 auf 761 Euro, was für eine durchschnittliche Familie 228 Euro mehr pro Monat oder 2.736 im Jahr bedeutet.

Für ein Haus im Wert von 180.000 Euro würde die Erhöhung etwa 3.300 Euro pro Jahr betragen.

Die EZB-Präsidentin Christine Lagarde warnte letzte Woche vor weiteren, wenn auch vielleicht sanfteren Zinserhöhungen, um zu verhindern, dass die europäische Wirtschaft im nächsten Jahr in eine Rezession gerät.