Speiseöl-Kaufrausch in Rumänien

Nur wenige Tage, nachdem sie in Massen an den Tankstellen Schlange gestanden hatten, kaufen Verbraucher:innen in Panik Sonnenblumenöl, ein Produkt, bei dem sie mit einer baldigen Verknappung rechnen.

EURACTIV.ro
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Auf Fotos, die in den sozialen Medien kursierten, waren Kunden zu sehen, die große Mengen an Speiseöl kauften. Daraufhin versicherten die Behörden den Verbraucher:innen erneut, dass es in Rumänien zu keiner Verknappung von Sonnenblumenöl kommen werde. [<a href="https://www.shutterstock.com/da/image-photo/watford-uk-march-08-2018-evening-1042325257" target="_blank" rel="noopener">Jarek Kilian / Shutterstock</a>]

Nur wenige Tage, nachdem sie in Massen an den Tankstellen Schlange gestanden hatten, kaufen rumänische Verbraucher:innen nun in Panik Sonnenblumenöl, um einer möglichen Knappheit vorzubeugen.

Auf Fotos, die in den sozialen Medien kursierten, waren Kunden zu sehen, die große Mengen an Speiseöl kauften. Daraufhin versicherten die Behörden den Verbraucher:innen erneut, dass es in Rumänien zu keiner Verknappung von Sonnenblumenöl kommen werde.

„Wir haben genügend Ölvorräte bis zur nächsten Ernte. Die Sonnenblume ist noch nicht einmal gepflanzt worden, aber wir haben genügend Vorräte, um jegliche Ungleichgewichte zu vermeiden“, sagte Landwirtschaftsminister Adrian Chesnoiu. Sein Ministerium überwacht täglich die Bestände an landwirtschaftlichen Erzeugnissen, fügte er hinzu.

Sein Stellvertreter Sorin Moise ging noch einen Schritt weiter und betonte, dass Rumänien im Jahr 2021 eine Rekordmenge von drei Millionen Tonnen Sonnenblumen geerntet hatte, während die Bevölkerung Rumäniens lediglich gewonnenes Öl aus 200.000 Tonnen jährlich verbraucht.

„Wir wollen den Bürgern versichern, dass die landwirtschaftliche Produktion Rumäniens in der Lage ist, den gesamten Nahrungsmittelbedarf zu decken“, sagte Sorin Moise.

Premierminister Nicolae Ciuca, die Verbraucherschutzbehörde, Einzelhändler und Produzenten versuchten, die Verbraucher:innen zu beruhigen, indem sie sagten, die Vorräte seien ausreichend für Sonnenblumenöl und andere Grundnahrungsmittel.

Einige Käufer:innen wiesen jedoch darauf hin, dass sie nicht wegen der Vorräte, sondern wegen plötzlicher Preiserhöhungen beunruhigt seien, wie es bei den Panikkäufen von Kraftstoff in der letzten Woche der Fall war.

Die Kraftstoffpreise sind inzwischen um mehr als 5 Prozent gestiegen im Vergleich zum vergangenen Mittwoch, als Tausende von Autos an den Tankstellen im ganzen Land Schlange standen.