Spiegel: "Schäuble würde lieber Kommissar werden"
Allen Dementis zum Trotz hält sich das Gerücht, dass Wolfgang Schäuble als deutscher Kommissar nach Brüssel wechseln soll. Diesmal ist der "Spiegel" davon überzeugt.
Allen Dementis zum Trotz hält sich das Gerücht, dass Wolfgang Schäuble als deutscher Kommissar nach Brüssel wechseln soll. Diesmal ist der „Spiegel“ davon überzeugt.
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) soll für die Zeit nach der Wahl Personalentscheidungen getroffen haben. Innenminister Wolfgang Schäuble (CDU) soll demnach nach Brüssel wechseln, berichtet das Nachrichtenmagazin "Spiegel" (4. Juli 2009) ohne Angabe von Quellen. Dem Bericht zufolge sei Schäuble zunächst als neuer Chef der Adenauer-Stiftung im Gespräch gewesen, würde aber "lieber" EU-Kommissar werden.
Schäuble hatte bislang bestritten, Ambitionen auf ein Kommissariat zu haben. Zuletzt hatte er bei einer Europa-Rede in Berlin (EURACTIV.de, 17. Juni 2009) eine anderslautende Zeitungsmeldung der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung (EURACTIV.de, 11. Juni 2009) heftig zurückgewiesen. An der Meldung, die "irgendein Idiot in die Welt gesetzt" habe, sei absolut nichts dran.
Trotzdem waren in Berlin die Gerüchte nicht verstummt, der 67-Jährige stehe als Unions-Kandidat für den Posten des deutschen Kommissars bereits fest. EURACTIV.de, 17. Juni 2009)
Wie Frankreich und Polen beansprucht Deutschland ein wichtiges Wirtschaftsressort in der neuen Kommission. In Frage kommen die Bereiche Binnenmarkt, Wettbewerb und Industrie. Günter Verheugen (SPD), EU-Kommissar für Unternehmen und Industrie, scheidet mit Ende der Legislaturperiode aus der Kommission aus.
awr