Spionageskandal in Katalonien: Spanische Behörden untersuchen Vorwürfe

Die Behörden kündigten an, sie würden eine umfassende Untersuchung der Vorwürfe einleiten, dass die Handys Dutzender katalanischer Aktivist:innen und Politiker:innen über mehrere Jahre hinweg mit umstrittener Spionagesoftware gehackt wurden.

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Der spanische Bürgerbeauftragte kündigte eine Untersuchung der Vorwürfe an, die die ohnehin schon fragilen Beziehungen zwischen den katalanischen Separatistenparteien und der zentralen Koalitionsregierung weiter angespannt haben. [Shutterstock/PabloLagarto]

Die Behörden kündigten an, sie würden eine umfassende Untersuchung der Vorwürfe einleiten, dass die Handys Dutzender katalanischer Aktivist:innen und Politiker:innen über mehrere Jahre hinweg mit umstrittener Spionagesoftware gehackt wurden.

Der spanische Bürgerbeauftragte kündigte eine Untersuchung der Vorwürfe an, die die ohnehin schon fragilen Beziehungen zwischen den katalanischen Separatistenparteien und der zentralen Koalitionsregierung weiter angespannt haben.

Letzte Woche sagte Premierminister Pedro Sánchez, er habe „nichts zu tun“ mit dem angeblichen Einsatz von Spionagesoftware, einem Skandal, der als „Catalan Gate“ bekannt geworden ist.

Sekretär und Regierungssprecher, Félix Bolaños, kündigte am Sonntag (24. April) eine interne Untersuchung an, um zu klären, ob der spanische Geheimdienst Zugang zu der von der israelischen Firma NSO Group entwickelten Spionagetechnologie Pegasus hatte, berichtete EURACTIVs Partner EFE.

Die Ermittlungen erfolgen, nachdem eine Studie der Forschungsgruppe Citizen Lab, die vom New Yorker veröffentlicht wurde, aufgedeckt hatte, dass Dutzende von katalanischen Unabhängigkeitspolitiker:innen, Journalist:innen und Aktivist:innen zwischen 2015 und 2020 mit der Spionagesoftware ins Visier genommen wurden.

Die NSO Group erklärt, ihre Technologie sei für einen autorisierten Einsatz konzipiert, damit Regierungen Terrorismus und Kriminalität bekämpfen können.

Sobald die Spyware auf einem Gerät installiert worden ist, kann sie Video- und Audiodaten aufzeichnen und Nachrichten lesen, ohne dass die Nutzer:innen etwas davon merken.

Zu den Personen, die in dem Bericht als Opfer der Spionagesoftware genannt werden, gehören der amtierende und der ehemalige katalanische Regionalpräsident, Pere Aragonès und Carles Puigdemont.

Durch die Enthüllungen wurden die wackeligen Beziehungen zwischen der linken Minderheitsregierung von Sánchez und den katalanischen Separatist:innen, auf die der Ministerpräsident zur Verabschiedung von Gesetzen angewiesen ist, weiter belastet.