Tajani schlägt globale Blacklist für Fluglinien vor [DE]

Nach dem gestrigen Crash (30. Juni 2009) einer jemenitischen Passagiermaschine nahe den Comoros-Inseln, rief der EU-Verkehrskommissar zur Schaffung einer Blacklist für unsichere Fluglinien auf.

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Nach dem gestrigen Crash (30. Juni 2009) einer jemenitischen Passagiermaschine nahe den Comoros-Inseln, rief der EU-Verkehrskommissar zur Schaffung einer Blacklist für unsichere Fluglinien auf.

Wenn man bessere Sicherheit erreichen wolle, sei er überzeugt, dass man eine weltweite Blacklist brauche sagte der EU-Verkehrskommissar Antonio Tajani am 30. Juni. 

Die Europäische Schwarze Liste funktioniere sehr gut in Europa, sagte er über eine Liste, die im März 2006 verschiedene nationale schwarze Listen von Unternehmen mit ernsthaften Sicherheitsmängeln ersetze. 

In der EU registrierte Fluzeuge müssen sowohl in ihrer Herstellung, als auch in ihrem Design strenge Sicherheitsvorschriften einhalten und während ihrer Lebenszeit regelmäßigen Kontrollen unterzogen werden. 

EU-Sorgen vor dem Crash

Die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA), die dafür verantwortlich ist, Wartungsverfahren außerhalb der EU zu zertifizieren, erteilte Yemenia Airways das Recht im Jahr 2006 EU-regisitrierte Flugzeuge zu halten, setzte das Recht aber im Februar 2009 aus, nachdem die Gesellschaft eine Reihe von Sicherheitskontrollen nicht bestanden hatte, so die EASA gegenüber Reuters am Dienstag.   

Der Schritt hatte zwar den Airbus A310, der gestern vor den Comoros-Inseln abstürzte nicht betroffen, da das Flugzeug im Jemen registriert war. Jedoch gibt dies Anlass zur berechtigten Sorgen seitens der EU über den Betrieb der Fluggesellschaft, nachdem Frankreich gesagt hatte, es habe das gleiche Flugzeug von seinen Flughäfen verbannt und die EU-Kommission hat gesagt, das abgestürzte Flugzeug habe im Jahr 2007 eine EU-Ermittlung verursacht.  

Jemen wies am Dienstag jegliche Vorwürfe in Bezug auf Sicherheit zurück und sagte, dass seine Flugzeuge stets streng gewartet würden. 

In amerikanischer Hand 

Das Flugzeug das gestern abstürzte ist zwar in Jemen registriert, gehört aber indirekt der US-Regierung, nachdem der Staat den Versicherer AIG gerettet hatte, der Mutterkonzern dem die International Lease Finance Corp (ILFC) gehört, die am Flottenwert gemessen eine der weltgrößten Flugzeugleasingfirmen ist.  

Yemenia charterte das Fluzeug von der ILFC im Jahr 1999, so Quellen. Die in Los Angeles ansässige Firma verweigerte eine Stellungnahme. 

ILFC ist dabei verkauft zu werden, um AIG zu Geld zu machen, das zu 80 Prozent der US-Regierung gehört. 

(EURACTIV mit Reuters.)