Tsunami-Katastrophe wirft Fragen zur sozialen Verantwortung von Unternehmen auf

Die beispiellose Reaktion von Unternehmen auf die Tsunami-Katastrophe  wirft die Frage auf, wie Unternehmen auf Katastrophen, die außerhalb ihrer Kerngeschäftsbereiche fallen, reagieren sollen. 

Die beispiellose Reaktion von Unternehmen auf die
Tsunami-Katastrophe  wirft die Frage auf, wie Unternehmen auf
Katastrophen, die außerhalb ihrer Kerngeschäftsbereiche fallen,
reagieren sollen. 

Die Flutkatastrophe in Südostasien hat eine beispiellose
Spendenwelle ausgelöst. Die Spenden von Regierungen, Unternehmen
und Privatpersonen sind in einem solchen Umfang geflossen, dass
einige Nichtregierungsorganisationen, darunter die ‚Ärzte ohne
Grenzen’, sich gezwungen sahen, die Einsammlung von Spenden
einzustellen, da es ihnen nicht möglich sein würde, die
zusätzlichen Mittel effektiv einzusetzen. 

Große Konzerne haben beträchtliche Beträge gespendet. Nach
Angaben des World Business Council für nachhaltige Entwicklung
hätten seine Mitglieder allein ungefähr 250 Millionen US-Dollar
[193 Millionen Euro] für den guten Zweck gegeben. Hinzu kommt, dass
einige Unternehmen beabsichtigen, über die bereits gespendeten
Summen hinaus, weitere Beträge zu zahlen, um die Höhe ihrer Spenden
denjenigen ihrer Arbeitnehmer anzupassen. 

Zusätzlich zu finanziellen Hilfen haben Pharmakonzerne
Arzneimittel und andere medizinische Produkte gespendet sowie
Experten in die Krisenregion in Südostasien entsandt. Ölkonzerne
haben Treibstoff für die Hilfseinsätze gespendet.
Rechnungsprüfungsfirmen haben angeboten, bei der Verteilung
finanzieller Hilfen an die Flutopfer zu helfen. 

Die Flutkatastrophe wirft somit die Frage auf, wie die
Unternehmenswelt auf Katastrophen reagieren sollte, die ihre
Interessen nicht direkt betreffen. Das Weltwirtschaftsforum, das
vom 26. bis 30 Januar unter dem Motto „Verantwortung für schwierige
Entscheidungen in harten Zeiten“ in Davos (Schweiz) zusammenkommt,
wird Unternehmensführern die Gelegenheit bieten, den Umfang
zukünftiger Aktivitäten zu diskutieren und konkret zu planen.