Türkische CHP-Partei reicht Klage gegen Referendum ein

In der Türkei geht die sozialdemokratische Oppositionspartei CHP gerichtlich gegen das Verfassungsreferendum vor.

epa05906580 Women chant slogans as they hold banner that reads „Women Say No Altogether“ referring the upcoming referendum during a demonstration  in Istanbul, Turkey, 13 April 2017.  A referendum on the constitutional reform in Turkey will be held on 16 April. The reform, passed by Turkish parliament on 21 January, would change the country’s parliamentarian system of governance into a presidential one, which the opposition denounced as giving more power to Turkish president Recep Tayyip Erdogan.  EPA/Cem Turkel
Frauen demonstrieren am 13. April in Istanbul gegen die Einführung des Präsidialsystems. [Foto: EPA/Cem Turkel]

In der Türkei geht die sozialdemokratische Oppositionspartei CHP gerichtlich gegen das Verfassungsreferendum vor.

Beim Staatsrat sei Klage gegen den Höchsten Wahlausschuss (YSK) eingereicht worden, erklärte der stellvertretende CHP-Vorsitzende Bülent Tezcan am Freitag. Damit solle die Entscheidung des Ausschusses gekippt werden, bei der Volksabstimmung ungestempelte Wahlzettel zur Auszählung zuzulassen.

Der Staatsrat ist eines der obersten Gerichte in der Türkei und zuständig für alle Beschwerden gegen staatliche und öffentliche Einrichtungen. Die CHP verlangt, dass die Bekanntgabe des amtlichen Endergebnisses des Referendums bis zu einer Entscheidung des Staatsrats verschoben wird.

Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte das Referendum am Sonntag nach offiziellen Angaben knapp gewonnen. Mit der Verfassungsreform soll er deutlich mehr Befugnisse bekommen.