Ukrainische Armee bereitet sich auf Rebellenoffensive vor

Die ukrainische Armee bereitet sich auf eine neue Offensive der prorussischen Separatisten im Osten des Landes vor. Angela Merkel und Petro Poroschenko sehen die Entwicklungen nach wie vor mit Sorge.

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Die ukrainische Armee bereitet sich auf eine neue Offensive der prorussischen Separatisten im Osten des Landes vor. Angela Merkel und Petro Poroschenko sehen die Entwicklungen nach wie vor mit Sorge.

Einheiten würden verlegt, um auf das Vorgehen der Rebellen zu reagieren, sagte Verteidigungsminister Stepan Poltorak am Mittwoch in Kiew. Die Separatisten hätten in den vergangenen Tagen Verstärkung erhalten. „Ich sehe meine Hauptaufgabe darin, eine Militäraktion vorzubereiten“, fügte der Minister bei einer Kabinettssitzung hinzu.

Die Industriemetropole Donezk lag trotz des Waffenstillstandsabkommens von Minsk erneut unter Artilleriebeschuss. Im Stadtzentrum waren laute Explosionen zu hören. Wer geschossen hat, blieb zunächst unklar.

Besonders der strategisch wichtige Flughafen von Donezk wird nahezu täglich unter Feuer genommen. Die Ukraine beschuldigt Russland, die Rebellen mit Waffen und Soldaten zu unterstützen. Zuletzt war die Lage im Osten der Ukraine wieder eskaliert.

Bundeskanzlerin Angela Merkel telefonierte unterdessen mit dem ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko. „Beide Seiten sehen die Entwicklungen nach wie vor mit Sorge, zumal von einem wirklichen Waffenstillstand nicht die Rede sein kann“, sagte die stellvertretende Regierungssprecherin Christiane Wirtz in Berlin. Merkel und Poroschenko seien sich trotzdem einig, dass die Vereinbarung von Minsk die richtige Grundlage bleibe, um die Region zu stabilisieren.

Angesichts der neuerlichen Eskalation beraten die EU-Außenminister am Montag in Brüssel über eine Ausweitung der Sanktionen gegen Russland. Weitere wirtschaftliche Strafmaßnahmen stehen dabei aber offenbar nicht zur Debatte: Im Zusammenhang mit den unrechtmäßigen Wahlen der Separatisten im Osten der Ukraine werde zwar eine Ausweitung der Sanktionsliste gegen einzelne Personen geprüft, sagte Merkel am Dienstag. „Darüber hinaus sind weitere Wirtschaftssanktionen im Augenblick nicht geplant.“