Ukrainische Roboter erobern erstmals in der Geschichte eine feindliche Stellung ohne Soldateneinsatz, sagt Selenskyj

„Die Zukunft spielt sich bereits an der Front ab“, sagte der ukrainische Präsident. Mit einer Reichweite von bis zu 50 Kilometern konzentrieren sich rund 80 % der Einsätze mit unbemannten Bodensystemen auf die Logistik.

EURACTIV.com
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Ein Maschinengewehr auf dem ukrainischen Bodenroboter „Ravlyk". [Foto: Oleksandr Klymenko/Ukrinform/NurPhoto via Getty Images]

„Zum ersten Mal in der Geschichte dieses Krieges“ haben ukrainische Roboter eigenständig eine feindliche Stellung eingenommen, verkündete der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj.

Selenskyj erklärte am Montag, dass eine feindliche Stellung „ohne Infanterie und ohne Verluste auf unserer Seite“ durch den Einsatz von Drohnen und unbemannten Bodensystemen eingenommen wurde. „Die Zukunft ist bereits an der Front – und die Ukraine gestaltet sie“, sagte Selenskyj.

Kyjiw hat auf einen verstärkten Einsatz unbemannter Systeme gedrängt, da die Sättigung der Frontlinie mit Drohnen Truppenbewegungen zunehmend erschwert.

Obwohl offensive Bodenrobotik nach wie vor selten ist, beschleunigt sich ihre Integration in die ukrainischen Streitkräfte. Kyjiw weitet beispielsweise den Einsatz unbemannter Bodenfahrzeuge aus, um dringend benötigte Nachschubgüter an die Front zu transportieren, in dem Bestreben, menschliche Verluste zu reduzieren.

Über 22.000 Einsätze unbemannter Bodenfahrzeuge

Im März wurden mehr als 9.000 solcher Einsätze durchgeführt – dreimal so viele wie im November. In den ersten drei Monaten des Jahres absolvierten unbemannte Bodenfahrzeuge über 22.000 Einsätze.

Mit einer Reichweite von bis zu 50 Kilometern konzentrieren sich rund 80 % der Einsätze mit unbemannten Bodensystemen auf die Logistik, während medizinische Evakuierungen, der offensive Einsatz und andere Arten von Missionen den Rest ausmachen. „Hier geht es um Hochtechnologie, die das Wertvollste schützt – das menschliche Leben“, sagte Selenskyj.

https://euractiv.com/de/news/die-ukraine-strartet-export-von-verteidigungs-know-how-im-rahmen-von-sicherheitsabkommen-im-nahen-osten/

Das Know-how der Ukraine im Bereich der Drohnenkriegsführung ist auf internationaler Ebene sehr gefragt, insbesondere seit Beginn des Krieges im Iran.

Charles Cohen hat zu diesem Bericht beigetragen

(at)