UN-Klimakonferenz: Hilfsplan für arme Länder erwartet [DE]
Auf der UN-Klimakonferenz in Nairobi sollen ein Fonds und ein Fünfjahresplan angenommen werden, um arme Länder besser gegen Überschwemmungen und Dürre zu wappnen. Wenig Fortschritt wird hingegen im Hinblick auf Folgemaßnahmen für das 2012 auslaufende Kyoto-Protokoll erwartet.
Auf der UN-Klimakonferenz in Nairobi sollen ein Fonds und ein Fünfjahresplan angenommen werden, um arme Länder besser gegen Überschwemmungen und Dürre zu wappnen. Wenig Fortschritt wird hingegen im Hinblick auf Folgemaßnahmen für das 2012 auslaufende Kyoto-Protokoll erwartet.
Das Hauptaugenmerk der Konferenz, die zum ersten Mal in einem afrikanischen Land südlich der Sahara stattfindet, wird vor allem auf die ärmsten Länder der Welt ausgerichtet sein.
Auf dem Weg nach Nairobi sagte Umweltkommissar Stavros Dimas am 14. November 2006, dass die Entwicklungsländer in Afrika und in anderen Regionen der Welt die Staaten sind, die am härtesten vom Klimawandel betroffen seien, sich jedoch am wenigsten gegen die Folgen wappnen könnten.
Der Chef des UNO-Klimasekretariats, Yvo de Boer, sagte auf einer Pressekonferenz, dass er eine Einigung in den Fragen, die Entwicklungsländer betreffen, erwarte. De Boer forderte die Verabschiedung eines Fünfjahresplans, der Maßnahmen zur Unterstützung der Entwicklungsländer in Afrika und in anderen Regionen der Welt festlege. Ziel sei es diese Länder gegen unvermeidbare Folgen des Klimawandels zu wappnen – Überschwemmungen, Dürre und steigende Meeresspiegel – durch einen neuen Anpassungsfonds für Entwicklungsländer.
Kontovers diskutiert werden dürfte die Frage, welche Maßnahmen für die Zeit nach 2012 zu ergreifen sind, wenn die Emissionsreduktionsziele des Kyoto-Protokolls auslaufen. Hierzu wird aber keine Einigung erwartet, da nach Aussage de Boers ein formelles Verhandlungsmandat erst nächstes Jahr zu erwarten sei.