Ungarn im Zwist mit Finnland wegen Anti-LGBTQ+-Gesetz
Der ungarische Staatssekretär im Außenministerium Tamás Menczer hat scharfe Kritik an Finnland geübt, nachdem das Land sich der Klage der Europäischen Kommission gegen Ungarns LGBTQ+-feindliches Kinderschutzgesetz angeschlossen hatte.
Der ungarische Staatssekretär im Außenministerium Tamás Menczer hat scharfe Kritik an Finnland geübt, nachdem das Land sich der Klage der Europäischen Kommission gegen Ungarns LGBTQ+-feindliches Kinderschutzgesetz angeschlossen hatte.
Menczer warf Finnland mangelnde Integrität vor, weil die Entscheidung kam, nachdem Ungarn kurz zuvor für den NATO-Beitritt Finnlands gestimmt hatte.
„Unsere finnischen Freunde müssen noch viel über Integrität lernen. Zu betteln, bis man bekommt, was man will, und dann sofort den Rücken zu kehren – das tun anständige Menschen nicht, und das ist sagt viel aus über sie, nicht über uns“, sagte der Staatssekretär am Mittwoch gegenüber dem Fernsehsender M1.
Mitte 2022 hatte die Europäische Kommission Ungarn wegen eines Gesetzes, das die Darstellung von LGBTQ+-Inhalten in Schulen und Medien für Minderjährige verbietet, vor dem Europäischen Gerichtshof verklagt.
Was Finnland und Schweden betrifft, so wolle Ungarn die bilateralen Beziehungen auf der Grundlage gegenseitigen Respekts weiter ausbauen, fügte Menczer hinzu.
Über den schwedischen NATO-Beitrittsantrag, dessen Ratifizierung Ungarn aktuell verzögert, sagt Menczer, man warte immer noch darauf, dass Schweden einige beschwichtigende Schritte unternehme.