Russland übertroffen: USA werden zweitgrößter Gaslieferant Europas

Die amerikanischen LNG-Importe übertrafen im ersten Quartal 2025 die russischen Gaslieferungen in die Europäische Union und kehrten damit den einjährigen Trend steigender Importe aus Russland um.

EURACTIV.com
US to increase LNG delivery to EU markets
Als Russland 2022 begann, die Gaslieferungen in weite Teile Europas zu drosseln, versprachen die Vereinigten Staaten, zusätzliches Flüssiggas (LNG) über den Atlantik zu exportieren, um eine Gasknappheit zu verhindern. [EPA-EFE/Lex van Lieshout ]

Die amerikanischen LNG-Importe übertrafen im ersten Quartal 2025 die russischen Gaslieferungen in die Europäische Union und kehrten damit den einjährigen Trend steigender Importe aus Russland um.

Als Russland 2022 begann, die Gaslieferungen in weite Teile Europas zu drosseln, versprachen die Vereinigten Staaten, zusätzliches Flüssiggas (LNG) über den Atlantik zu exportieren, um eine Gasknappheit zu verhindern. Damit wurde die USA zum zweitgrößten Gaslieferanten der EU nach Norwegen.

Als jedoch Anfang 2024 die EU-Importe aus Russland sowohl über Pipelines als auch über LNG-Tanker in die Höhe schossen, musste sich Europa mit der Tatsache abfinden, dass Russland wieder zum zweitgrößten Gaslieferanten der EU geworden war.

Nachdem die Ukraine Anfang des Jahres ein Gasabkommen mit dem Kreml auslaufen gelassen hatte, hat sich der Trend wieder umgekehrt, wie neue Daten des Brüssler Thinktank Bruegel vom Freitag zeigen: US-amerikanisches Flüssiggas beansprucht mit 18 Milliarden Kubikmeter gegenüber zehn Milliarden Kubikmeter von Gazprom den zweiten Platz fest für sich.

Unangefochtener Spitzenreiter: Norwegen mit 23,5 Milliarden Kubikmeter.

(bts, kn)