Van der Bellen kandidiert für zweite Amtszeit

Der österreichische Bundespräsident Alexander Van der Bellen hat am Sonntag seine Absicht bekannt gegeben, sich im Herbst zur Wiederwahl zu stellen. Er rechne nicht mit großen Herausforderungen.

Euractiv.de
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Van der Bellen (78) verwies auf seine Lebenserfahrung und seinen Wunsch, dafür zu sorgen, dass "wir alle gemeinsam auf dem richtigen Weg sind". Seine Ankündigung ist bereits auf Zustimmung gestoßen. [EPA-EFE/HEINZ-PETER BADER]

Der österreichische Bundespräsident Alexander Van der Bellen hat am Sonntag seine Absicht bekannt gegeben, sich im Herbst zur Wiederwahl zu stellen. Er rechne nicht mit großen Herausforderungen.

Der 78-Jährige verwies auf seine Lebenserfahrung und seinen Wunsch, dafür zu sorgen, dass „wir alle gemeinsam auf dem richtigen Weg sind“. Seine Ankündigung ist bereits auf Zustimmung gestoßen.

„Wir wünschen ihm für seine Kandidatur alles Gute“, sagte Bundeskanzler Karl Nehammer. Die Rolle des Bundespräsidenten gilt als weitgehend repräsentativ.

Die konservative ÖVP bestätigte, keinen eigenen Kandidaten aufstellen zu wollen. „Meine Unterstützung hat er“, sagte Günther Platter, ÖVP-Landeshauptmann von Tirol.

Auch die liberalen NEOS kündigten an, die Wiederwahl zu unterstützen.

„Wie im zweiten Wahlgang vor sechs Jahren werden wir NEOS Bundespräsident Alexander Van der Bellen bei seiner erneuten Kandidatur unterstützen und freuen uns auf weitere gute Zusammenarbeit“, sagte der NEOS-Generalsekretär Douglas Hoyos.

Auch die Wiener Grünen, Van der Bellens ehemalige Partei, unterstützen dessen Kandidatur. „Alexander Van der Bellen hat bewiesen, dass er ein verlässlicher und krisenfester Bundespräsident für alle Österreicherinnen und Österreicher ist“, sagte Parteichefin Judith Pühringer.

Van der Bellen ist der beliebteste Politiker Österreichs und war laut einer Umfrage vom März sogar doppelt so beliebt wie seine nächste Mitbewerberin, die grüne Justizministerin Alma Zadic.

Allerdings wird erwartet, dass die rechtspopulistische FPÖ mit einem Kandidaten ins Rennen um die Präsidentschaft geht.

„Mit Alexander Van der Bellen tritt der Kandidat des gescheiterten Systems erneut zur Bundespräsidentenwahl an“, sagte FPÖ-Chef Herbert Kickl.