Vergewaltigungsvorwürfe in Litauen: Merkel warnt vor Fake News
Erhöhte Wachsamkeit vor Falschmeldungen fordert Bundeskanzlerin Angela Merkel in Hinsicht auf die falschen Vergewaltigungsvorwürfe gegen Bundeswehrsoldaten in Litauen.
Erhöhte Wachsamkeit vor Falschmeldungen fordert Bundeskanzlerin Angela Merkel in Hinsicht auf die falschen Vergewaltigungsvorwürfe gegen Bundeswehrsoldaten in Litauen.
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat vor dem Hintergrund falscher Vergewaltigungsvorwürfe gegen Bundeswehrsoldaten in Litauen Wachsamkeit angemahnt. In diesem Fall sei es wichtig gewesen, „dass wir sehr schnell aufklären konnten, dass es sich hier um eine Falschmeldung gehandelt hat“, sagte Merkel in Berlin.
Durch die schnelle Arbeit seien die Vorwürfe auch „schnell wieder verschwunden“. „Aber wir müssen an der Stelle sehr wachsam sein, was Falschmeldungen angeht.“
Merkel äußerte sich nach einem Gespräch mit dem litauischen Ministerpräsidenten Saulius Skvernelis. Mitte Februar war beim litauischen Parlamentspräsidenten eine E-Mail eingegangen, in der deutsche Soldaten beschuldigt wurden, ein litauisches Mädchen vergewaltigt zu haben.
Die litauischen Behörden nahmen Ermittlungen auf und stellten fest, dass es weder das Opfer noch einen Täter gab. Zum Absender der E-Mail gab es zunächst keine Spur.
Merkel lobte die bilateralen Beziehungen zu Litauen. Beide Länder stünden angesichts des Brexit vor „ähnlichen Herausforderungen“. Skvernelis sagte dazu, Litauen und Deutschland seien gemeinsam für die „Aufrechterhaltung der Einigkeit der EU“. Für sein Land gebe es „keine Alternative“ zur Europäischen Union.