Viele Verkehrsunfälle auf europäischen Straßen vermeidbar [DE]
Es könnte viel weniger Verkehrstote auf europäischen Straßen geben, wenn die Mitgliedstaaten besser organisiert wären und die Mindestsicherheitsstandards erfüllen würden, mahnt EuroRAP (European Road Assessment Programme).
Es könnte viel weniger Verkehrstote auf europäischen Straßen geben, wenn die Mitgliedstaaten besser organisiert wären und die Mindestsicherheitsstandards erfüllen würden, mahnt EuroRAP (European Road Assessment Programme).
Auf europäischen Straßen sind in den letzten zehn Jahren eine halbe Million Menschen gestorben. Nach Angaben einer am 5. Dezember 2006 von EuroRAP veröffentlichten Studie kosten solche Unfälle die Steuerzahler jährlich rund 160 Mrd. Euro, was etwa 2% des EU-BIP entspricht.
Im Jahr 2001 setzte die EU das Ziel, die Zahl der Verkehrstoten bis 2010 um 50% zu reduzieren. Bislang gingen die Zahlen aber lediglich um 18% (41,000 Tote pro Jahr) zurück.
Die Studie von EuroRAP kritisiert, dass es europaweit immer noch hunderte von Straßenstrecken gäbe, auf denen es täglich zu tödlichen Unfällen oder schweren Verletzungen komme, was durch Änderungen der Bauweise und Streckenführung vermeidbar sei. Es könnten viel mehr Leben gerettet werden, wenn die zuständigen Behörden einfache und bezahlbare Verbesserungen an der Infrastruktur der Straßen vornehmen würden, wozu auch eindeutigere Markierungen und Leitplanken gehörten, so die Studie.
Die Kommission hat einen Richtlinienentwurf vorgelegt, der darauf abzielt, die Sicherheitsstandards der Straßeninfrastruktur zu verbessern, indem Sicherheitsfragen neben wirtschaftlichen und Umwelterwägungen integrale Bestandteile aller Phasen der Planung, des Baus und des Betriebs der Straßen bilden sollen.
Der Rat und das Parlament werden im nächsten Jahr über die Richtlinie beraten.
Der Vorsitzende von EuroRAP John Dawson sagte, indem die Straßen sicherer gemacht würden, könnten viele Leben gerettet und viel Geld gespart werden, was der Wirtschaft europaweit zu Gute käme. Dawson nannte Irland als Beispiel, wo kleine, gut organisierte Beiträge zur Zielerfüllung nicht nur Leben gerettet und die Anzahl schwerwiegender Unfälle reduziert hätten, sondern auch den Investitionen zu tausend Prozent zu Gute gekommen seien.