Waffen für die Ukraine landen in Finnland im kriminellen Untergrund
Waffen, die in die Ukraine geschickt wurden, könnten offenbar ihren Weg zurück nach Finnland gefunden haben und in den Händen des kriminellen Untergrunds, einschließlich Motorradbanden, gelandet sein, so das finnische National Bureau of Investigation (NBI).
Waffen, die in die Ukraine geschickt wurden, könnten offenbar ihren Weg zurück nach Finnland gefunden haben und in den Händen des kriminellen Untergrunds, einschließlich Motorradbanden, gelandet sein, so das finnische National Bureau of Investigation (NBI).
Es seien Routen von der Ukraine nach Finnland für den Waffenschmuggel eingerichtet worden, sagte Kriminaloberkommissar Christer Ahlgren vom NBI in einem YLE-Interview am Sonntag (30. Oktober). Ahlgren machte jedoch keine Angaben darüber, welche Art von Waffen sich nun in den falschen Händen befinden könnten.
Finnland hat bisher neun Lieferungen von militärischem Material in die Ukraine geschickt, wobei die letzte Lieferung in der zweiten Oktoberwoche stattfand. Der Inhalt der Lieferungen wurde aufgrund der Sicherheitsbedenken Finnlands nicht öffentlich gemacht. Bekannt ist, dass die Hilfe mindestens 2.500 Gewehre und 150.000 Patronen umfasste.
Am 22. Juli hatte die europäische Polizeibehörde Europol eine Erklärung veröffentlicht, in der es hieß, dass „die Verbreitung von Schusswaffen und Sprengstoff in der Ukraine zu einer Zunahme des Waffen- und Munitionshandels in die EU über etablierte Schmuggelrouten oder Online-Plattformen führen könnte.“
Diese Prophezeiung hat sich bewahrheitet. Nach Angaben von Christer Ahlgren vom NBI wurden Waffen, die in die Ukraine geliefert wurden, auch in Schweden, Dänemark und den Niederlanden gefunden.