Wehrbereitschaft in Finnland infolge des Ukraine-Kriegs stark gestiegen

Die Zahl der Finnen, die im Falle eines Angriffs bereit sind, zur Verteidigung ihres Landes zu kämpfen, ist seit dem Einmarsch Russlands in die Ukraine gestiegen. Dies geht aus einer neuen, am Montag veröffentlichten Umfrage hervor.

EURACTIV.com
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Die Zahl derjenigen, die sich bereit erklärten zu kämpfen, selbst wenn das Ende des Krieges nicht absehbar wäre, stieg der Umfrage zufolge ebenfalls auf 75 Prozent. Damit ist die Zahl der Befragten um 19 Prozent gestiegen. [Shutterstock/Karolis Kavolelis]

Die Zahl der Finnen, die im Falle eines Angriffs bereit sind, zur Verteidigung ihres Landes zu kämpfen, ist seit dem Einmarsch Russlands in die Ukraine gestiegen. Dies geht aus einer neuen, am Montag veröffentlichten Umfrage hervor.

Laut der von der Zeitung Helsingin Sanomat in Auftrag gegebenen Umfrage stieg die Zahl der Befragten, die glauben, dass Wehrpflichtige das Land gegen einen Angriff verteidigen könnten, auf 82 Prozent. Im Vergleich zum Januar bedeutet dies einen Anstieg um 15 Prozent.

Die Zahl derjenigen, die sich bereit erklärten zu kämpfen, selbst wenn das Ende des Krieges nicht absehbar wäre, stieg der Umfrage zufolge ebenfalls auf 75 Prozent. Damit ist die Zahl der Befragten um 19 Prozent gestiegen.

Die finnischen Streitkräfte verfügen über 280.000 Soldaten, die für einen Krieg mobilisiert werden können. Bei Bedarf kann diese Zahl durch eine Reserve von rund 900.000 Bürgern aufgestockt werden. Finnland verfügt über ein allgemeines Wehrpflichtsystem.

Eine Person gehört der Reserve an, bis sie fünfzig oder sechzig Jahre alt ist. Nach Vollendung des 50. Lebensjahres werden die Reservisten in eine sogenannte „Hilfsreserve“ versetzt. Offiziere und Unteroffiziere der Reserve bleiben bis zur Vollendung des 60. Lebensjahres in der Reserve.